Gegen Unfälle und Verletzungen auf der Piste Acht Tipps für den sicheren Skitag

Es gibt zahlreiche Dinge, die für einen sicheren Skitag beachtet werden sollten. Die AZ stellt die wichtigsten Punkte vor. Foto: dpa

Beim Skifahren können sich zahlreiche Gefahrenquellen auftun, die man mit einigen Vorbereitungen leicht vermeiden kann. Was muss man vor dem Beginn des Skiausflugs also alles beachten, damit es zu keinen Verletzungen und Unfällen kommt? Die AZ gibt einige Tipps und Empfehlungen für den sicheren Skitag.

 

München - Defekte und nicht mehr voll funktionstüchtige Ausrüstungsteile, egal ob es sich dabei um das Sportgerät selbst oder ein bestimmtes Kleidungsstück handelt, gehören zu den häufigsten Ursachen für einen Unfall beim Skifahren. Aber auch andere Bestandteile, wie das eigene fahrerische Können, die Wetterbedingungen oder der Zustand des eigenen Körpers können Gründe für eine spätere schwerwiegende Verletzung auf der Piste sein. Die AZ gibt einige Tipps, die vor dem Antritt zum Skiausflug unbedingt beachtet werden sollten, um möglichen Verletzungen und Unfällen vorzubeugen.

Mit der richtigen Ausrüstung sicher auf der Piste

Vor dem Start in die Skisaison sollten Sie Ski, Skischuh und die Sicherheitsbindung eingehend unter die Lupe nehmen. Bei den Skischuhen müssen Sie prüfen, ob die Schnallen einwandfrei funktionieren und die Sohlen nicht abgelaufen sind. Skibelag und Kanten haben nach der langen Sommerpause eine intensive Pflege verdient – es sei denn, Sie haben Ihren Ski nach der letzten Abfahrt der vergangenen Saison einen Service gegönnt. Skifans, die ihre Ausrüstung jetzt erst in Schwung bringen, können dies entweder im Do-it yourself- Verfahren tun oder auf den Skiservice des Sportfachhandels vertrauen.

Regelmäßiger Material-Service

Wachsen Sie Ihre Ski regelmäßig nach, denn der grobkörnige Schnee trocknet den Belag schneller aus. Gewachste Beläge und scharfe Kanten erhöhen außerdem den Fahrspaß und die Sicherheit. Das gilt besonders im Herbst und im Frühjahr, wenn es am Morgen noch sehr eisig sein kann. Ohne den Bindungseinstellungs-Check durch den qualifizierten Sportfachhandel läuft nichts, denn die Bindungseinstellung kann sich während der Sommerpause verändern. Lassen Sie vor der ersten Abfahrt deshalb unbedingt Ihre Bindungen im Sportfachhandel überprüfen. Nur mit korrekt eingestellten Bindungen lassen sich bei Stürzen schlimmere Verletzungen vermeiden.

Bei jedem Wetter mit der richtigen Skibekleidung unterwegs

Auch Ihre Bekleidung gehört vor Beginn der Skisaison auf den Prüfstand. Reißverschlüsse, Druckknöpfe und Nähte sollten auf die Funktionstüchtigkeit überprüft werden. Wichtig ist, dass das Ski-Outfit nicht nur gewaschen sondern auch imprägniert wird. Das erhöht den Schutz vor Feuchtigkeit und Schmutz. Beim Gletscherskifahren sollten Sie zudem auf schnelle Wetterwechsel vorbereitet sein. Am besten bewährt sich das „Zwiebelprinzip“ in diesen Situationen. Mit verschiedenen funktionellen Schichten übereinander lässt sich die Kleidung so perfekt jeder Witterung anpassen. Die erste Schicht auf der Haut, eine für Wasserdampf durchlässige und atmungsaktive Skiunterwäsche, transportiert die Feuchtigkeit von der Haut weg und hält so den Körper trocken. Als wärmende Zwischenschicht empfiehlt sich ein Fleece oder Softshell. Und als Oberschicht schützt ein wind- und wasserfester Skianzug. Obligatorisch sind in jedem Fall Skihelm und -brille sowie wärmende und wasserdichte Handschuhe.

In der Ruhe liegt die Kraft

An die Bedingungen in hoch gelegenen Skigebieten muss sich der Körper gewöhnen – dafür benötigt der Organismus jedoch eine gewisse Zeit. Mit Aufwärmgymnastik kommen Sie nicht nur schneller in Schwung, sondern beugen auch Verletzungen an Muskeln, Sehnen und Bändern vor. Auch danach sollten die ersten Schwünge im Schnee immer locker und dosiert sein, denn auch das Herz-Kreislauf-System benötigt, genauso wie der komplette Bewegungsapparat, eine gewisse Eingewöhnungszeit. Tipp: Am Anfang langsam einfahren und sich immer wieder mal Zeit für Pausen zwischen den Abfahrten nehmen.

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Warnsignale beachten und zeitig abschnallen

Leichtsinnsfehler gegen Ende des Skitags sind ernst zu nehmende Warnsignale. Gerade am Saisonbeginn reicht die körperliche Verfassung meistens noch nicht für einen langen Skitag aus. Bei Ermüdungserscheinungen sollten Sie deshalb lieber frühzeitig ins Tal fahren und sich erholen.

Augen vor erhöhter UV-Strahlung schützen

Nicht nur bei Kaiserwetter gehören eine Sonnenbrille mit bruchsicheren Kunststoffgläsern und eine Schneebrille mit UVA- und UVB-Filter ins Gepäck. Denn auch bei Nebel streut die Feuchtigkeit in der Luft das Licht und erhöht die Strahlungsintensität sogar zusätzlich. Achten Sie darauf, dass die Ski- oder Sonnenbrille seitlich geschlossen ist und gut mit dem Gesichtsfeld abschließt.

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Haut vor Sonne und Kälte schützen

Sonnenschutz mit einem hohem Fettanteil und Lichtschutzfaktor schützt sowohl vor Kälte als auch vor gefährlichen UV-Strahlen. Dabei sollte die Sonnencreme schon im Tal aufgetragen werden, damit sie in die Haut einziehen kann. Keinesfalls sollten Sie Feuchtigkeitscreme verwenden, durch deren hohen Wasseranteil es bei sehr niedrigen Temperaturen zu Vereisungen auf der Haut kommen kann. Damit der volle Schutz gewährleistet bleibt, sollten Sie das Eincremen im Laufe eines Skitags mehrfach wiederholen.

Flüssigkeitsverlust ausgleichen und viel trinken

Nur durch häufiges Trinken gleichen Sie den großen Flüssigkeitsverlust aus, der durch die trockene Luft in großer Höhe entsteht. Eine warme Suppe oder ein heißer Tee wärmen bei Minusgraden. Alkoholische Getränke haben auf der Piste allerdings nichts verloren – die sollten Sie erst beim Après-Ski genießen.

Mit diesen Tipps und Tricks wünscht Ihnen die AZ einen sicheren Skiausflug, ohne Unfälle oder Verletzungen!

Weitere Artikel und Informationen rund um's Skifahren gibt es auf der AZ Ski- & Schneeseite

 

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