Gegen Ex-Klub Leverkusen Wen moderiert Bayern-Trainer Kovac diesmal raus?

Spielte von 1996 bis 1999 beim nächsten Münchner Gegner Bayer Leverkusen: Bayern-Trainer Niko Kovac muss einen harten Konkurrenzkampf in seinem Kader moderieren. Rechts Nationalspieler Thomas Müller. Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Bayern-Trainer Niko Kovac trifft am Samstag auf seinen Ex-Klub Leverkusen – und muss in seinem Kader erneut schwierige Entscheidungen treffen. Die AZ erklärt, auf welchen Positionen Krach droht.

München - Leverkusen, die Gegend unterm Bayer-Kreuz – hier kennt sich Niko Kovac aus. Von 1996 bis 1999 spielte der heutige Bayern-Trainer für die Werkself, 77 Mal in der Liga, dazu in der Champions League und im Uefa-Cup.

Kovac machte sich einen Namen. Und wechselte 2001 nach der Zwischenstation Hamburger SV schließlich zu den Bayern. Klar, dass die Begegnung am Samstag gegen Bayer (15.30 Uhr/Sky und im AZ-Liveticker) eine besondere für Kovac ist. Er kann seiner alten Liebe die dritte Saison-Niederlage in Folge zufügen – und Bayern einen Traumstart bescheren.

Rummenigge über Kovac: "Er macht das mit Sympathie"

"Wie er den Job interpretiert, ist sehr gut", sagte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge bei fcb.tv über Kovac: "Er macht das mit Sympathie. Er hat eine klare, ehrliche Ansprache." Das komme bei der Mannschaft gut an, so Rummenigge weiter: "Das ist der Beweis, dass wir mit Niko den richtigen Trainer hierhergeholt haben."

Viel Lob für den Heynckes-Nachfolger, der alle vier Pflichtspiele dieser Saison gewonnen hat. Es scheint so, als seien aktuell nicht die Gegner Kovacs größtes Problem, sondern die Nominierung des Kaders. Jedes Wochenende sitzen Topstars auf der Bank oder auf der Tribüne, zuletzt in Stuttgart erwischte es Sandro Wagner und Renato Sanches.

Es werde "ein Kunststück sein, das so auszutarieren, dass es funktioniert", sagte Präsident Uli Hoeneß zu den Personalentscheidungen im Luxus-Kader der Münchner. Bislang klappt es, Kovac hat sein Team im Griff. Doch auch gegen Leverkusen – den Aspirin-Klub – wird Kovac wieder bittere Pillen verteilen müssen.

Die AZ erklärt, auf welchen Positionen der Konkurrenzkampf besonders hart ist...

Die Innenverteidigung

Mats Hummels hat seine Probleme an der Achillessehne überwunden, am Donnerstag kehrte der 29-Jährige ins Teamtraining zurück. In der Abwehrmitte, wo der Bayern-Trainer mit eben Hummels, Niklas Süle und Jérôme Boateng drei "Weltklasse-Innenverteidiger" (Kovac) zur Verfügung hat, ist die Startelf-Entscheidung für das Leverkusen-Spiel also völlig offen.

Die Sechserposition

Spanische Übermacht vor der Abwehr. Im ersten Saisonspiel gegen Hoffenheim agierte Javi Martínez auf der Sechs, gegen Stuttgart dann Thiago. Der kleine Ballzauberer, der auch auf der Acht spielen kann, brillierte, er gewann viele Zweikämpfe und ordnete das Spiel. Aber: Leverkusen wird offensiv wohl mehr zu bieten haben als der VfB. Deshalb könnte Martínez als Abfangjäger zurück in die Mannschaft rotieren. Spannendes Duell! Renato Sanches ist derzeit außen vor.

Die Achterposition

Bayerns Luxus-Bereich schlechthin. Leon Goretzka und Thomas Müller ragten gegen Stuttgart heraus – dank ihres Tordrangs und des guten Zusammenspiels mit Mittelstürmer Robert Lewandowski. "Die Motivation ist extrem hoch", sagt Müller: "Wir haben einen super Kader, wenn man sieht, wer auf der Bank sitzt." Und das waren in den vergangenen Wochen immerhin Weltmeister Corentin Tolisso und Kolumbiens Superstar James Rodríguez.

Droht Krach im Zentrum? Tolisso erklärte, dass er noch Zeit und Trainingseinheiten brauche, um nach der WM sein Topniveau zu erreichen. James, der lange mit einer Wadenverletzung zu kämpfen hatte, wirkt ungeduldiger. Der "Kicker" berichtet, dass es inzwischen Zweifel gebe, ob James über 2019 hinaus bei Bayern bleibt, "auch im Verein", wie es heißt. Die Münchner besitzen zwar eine Kaufoption in Höhe von 42 Millionen Euro, doch James wollte offenbar schon in diesem Sommer zurück zu Real Madrid. Es wäre ein herber Verlust.

Die offensive Außenbahn

Die Platzhirsche Arjen Robben und Franck Ribéry waren bislang gesetzt, doch Youngster Serge Gnabry ist inzwischen fit, er hat aufgeholt. Kingsley Coman fällt nach seinem Syndesmosebandriss lange aus. "Wir haben noch drei – und die haben unser Vertrauen", sagt Rummenigge über die Außenstürmer. Ribéry, Robben oder Gnabry: Wer bekommt Samstag die bittere Pille?

 

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