"Gegen den Strom" beim LUX-Filmpreis Das Doppelleben einer Umweltaktivistin

Hella (Halldóra Geirharsdóttir) leitet in ihrem Ort einen Chor und kämpft heimlich als knallharte Umweltaktivistin gegen die lokale Aluminiumindustrie. Foto: Slot_Machine

"Gegen den Strom" konfrontiert die Beziehung zwischen Mensch und Natur in einer globalisierten Welt. AZ-Leser können den Film am 11.11. kostenlos sehen

Mit dem LUX-Filmpreis zeichnet das EU-Parlament jedes Jahr eine europäische Filmproduktion aus, um eine gesellschaftliche Debatte über Werte und soziale Themen anzuregen.

Zu den drei diesjährigen Finalisten gehört neben "Styx" von Wolfgang Fischer und "Die andere Seite von allem" von Mila Turajlic auch "Gegen den Strom" von Benedikt Erlingsson.

Der Film "Gegen den Strom" des isländischen Regisseurs Benedikt Erlingsson erzählt die originelle, packende und intensive Geschichte eines starken Frauencharakters. Halla ist eine fünfzigjährige unabhängige Frau. Aber hinter den Kulissen einer ruhigen Routine führt sie ein doppeltes Leben als passionierte Umweltaktivistin.

Unter dem Namen "Die Frau des Berges" führt Halla heimlich einen Krieg gegen die lokale Aluminiumindustrie. Als Halla immer mutiger wird, vom kleinwüchsigen Vandalismus bis zur totalen industriellen Sabotage, gelingt es ihr, die Verhandlungen zwischen der isländischen Regierung und der Corporation, die eine neue Aluminiumschmelze in den Bergen baut, zu pausieren.

Aber als sie beginnt, ihre bisher größte und kühnste Operation zu planen, erhält sie einen unerwarteten Brief, der alles verändert. Ihr Antrag, um ein Kind zu adoptieren, wurde endlich angenommen und in der Ukraine wartet ein kleines Mädchen auf sie.

Als Halla sich darauf vorbereitet, ihre Rolle als Saboteurin und Retterin der Highlands aufzugeben, um ihren Traum, Mutter zu werden, zu erfüllen, beschließt sie, einen letzten Angriff auf die Aluminiumindustrie zu starten.

Kino-Matinee zum LUX-Filmpreis: "Gegen den Strom" läuft am 11.November um 16 Uhr im City Kino München.

Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter europarl.europa.eu


Der Lux-Filmpreis

Das Europäische Parlament unterhält in allen EU-Mitgliedsstaaten Informationsbüros. Sie dienen als Anlaufstelle und Informationszentrum für die Bürger. Sie organisieren unter anderem regelmäßig Veranstaltungen zu politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Themen rund um Europa.

Eine solche Aktion ist auch der LUX-Filmpreis, mit dem das EU- Parlament die Vielfalt der europäischen Filmkultur ehren möchte. Der Preis wird seit 2006 jährlich an eine europäische Produktion vergeben.

Die Finalisten 2018: "Styx" von Wolfgang Fischer, "Die andere Seite von allem" von Mila Turajlic und "Gegen den Strom" von Benedikt Erlingsson.

Die Filme werden in allen 24 Amtssprachen der EU untertitelt und in über 50 Städten sowie auf verschiedenen Festivals in ganz Europa gezeigt.

Der Gewinner des LUX-Filmpreises 2018 wird von den Mitgliedern des Europäischen Parlaments gewählt und am 14. November 2018 bekannt gegeben.

Kino-Matinee zum LUX-Filmpreis: Bereits am 11. November laufen die Finalisten-Filme ab 11 Uhr im Münchner City Kino.

Auch Sie haben die Möglichkeit, über Ihren Favoriten-Film 2018 abzustimmen. Für mehr Informationen zur Publikumsauszeichnung und Abstimmung: luxprize.eu

 

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