Gefälschter Pass Bundespolizei stoppt Albaner am Münchner Flughafen

An den Ein- und Ausreisekontrollstellen am Münchner Flughafen zogen Bundespolizisten im letzten Jahr durchschnittlich zwei Reisende pro Tag mit gefälschten Dokumenten aus dem Verkehr. Foto: Bundespolizei

Mit einem gefälschten Pass ist ein Albaner am Münchner Flughafen vor seiner Reise nach Irland gestoppt worden. Der 20-Jährige versprach sich in Großbritannien ein besseres Leben - nun wurde der Mann nach Albanien ausgewiesen.

 

München - Ein Albaner wurde am Samstag kurz vor der Ausreise nach Irland gestoppt. Der 20-Jährige hatte einen gefälschten rumänischen Ausweis. Den Bundespolizisten fiel die Fälschung auf, woraufhin der Mann wegen Verdachts der Urkundenfälschung festgenommen und ausgewiesen wurde.

Der Albaner versprach sich Arbeit und ein besseres Leben in Großbritannien und wollte über Cork (Irland) nach England. Nach seiner Festnahme gab der Mann zu, das gefälschte rumänische Dokument für 6000 Euro von einem in Irland lebenden Landsmann bekommen zu haben. Seinen echten albanischen Reisepass hatte er im Koffer versteckt.

Albaner erhielt gefälschten Pass für 6000 Euro

Er berichtete, im November vergangenen Jahres von Albanien nach Italien gereist zu sein. Dort habe er bei einem Freund gewohnt und zwei Monate als Olivenpflücker gearbeitet.

Dies sei vor etwa zweieinhalb Monaten gewesen. Er habe ein Foto nach Irland geschickt und danach die Identitätskarte per Post bekommen. An die Adresse in Irland könne er sich aber nicht mehr erinnern, das sei schließlich schon zu lange her. Der Fälscher habe 6.000 Euro für seine Dienste verlangt. Den Betrag müsse der 20-Jährige binnen eines Jahres bezahlen. Mit dem gefälschten Ausweis habe er nach Großbritannien reisen wollen. Dort erhoffte er sich Arbeit und ein besseres Leben.

Die Hoffnung des Albaners endete aber jäh - er wurde von der Bundespolizei wegen Urkundenfälschung, unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts angezeigt. Bevor sie den 20-Jährigen noch am Samstagabend wieder zurück nach Albanien schickten, musste dieser noch 190 Euro zur Sicherung des Strafverfahrens hinterlegen.

 

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