"Gefährlich" Gladbach-Manager Eberl kritisiert Neymar-Deal

Hat kein Verständnis für den Neymar-Transfer: Max Eberl. Foto: firo/Augenklick

"Es besteht tatsächlich die Gefahr, dass das Financial Fairplay ad absurdum geführt wird", sagt Max Eberl, Manager von Borussia Mönchengladbach, mit Blick auf den Neymar-Transfer.

 

Mönchengladbach - Gladbach-Manager Max Eberl hat den 222-Millionen-Transfer von Neymar kritisiert.

"Es hat den Eindruck verstärkt, den die ganze Transferperiode bei mir hinterlässt. Da sind Dimensionen erreicht, die nicht mehr nachvollziehbar sind und die ich für gefährlich halte", sagte Eberl in einem Interview der Welt.

Er könne sich nicht vorstellen, dass "solch ein Betrag refinanzierbar ist", sagte der Sportdirektor des Bundesligisten Borussia Mönchengladbach über den Rekordwechsel des Brasilianers vom FC Barcelona zu Paris St. Germain.

Er sei tatsächlich sehr gespannt, wie sich die UEFA die Ein- und Ausgabepolitik von PSG erklären lasse. "Es kann nicht sein, dass nur kleine, nicht so prominente Klubs, genau unter die Lupe genommen werden. Es besteht tatsächlich die Gefahr, dass das Financial Fairplay ad absurdum geführt wird."

Das Financial Fairplay soll laut UEFA "die finanzielle Gesundheit des europäischen Clubfußballs verbessern". Es startete 2011 und ist ein Maßnahmenkatalog für Vereine, die an den internationalen Wettbewerben der Europäischen Fußball-Union teilnehmen. Werden die Bedingungen nicht eingehalten, drohen Strafen bis hin zum Ausschluss.

Die teuersten Fußball-Transfers

Der brasilianische Superstar Neymar ist durch die Rekordablöse von 222 Millionen Euro für seinen Wechsel vom FC Barcelona zu Paris St. Germain zum teuersten Fußballer avanciert. Die Transfersumme für den 25 Jahre alten Torjäger ist mehr als doppelt so hoch wie die Ablöse für den bisherigen Spitzenreiter Paul Pogba (Frankreich), der vor Jahresfrist für 105 Millionen Euro von Juventus Turin zu Manchester United gewechselt war.

  1. Neymar (Brasilien) 2017 vom FC Barcelona zu Paris St. Germain 222 Millionen Euro
  2. Paul Pogba (Frankreich) 2016 von Juventus Turin zu Manchester United 105 Millionen
  3. Gareth Bale (Wales) 2013 von Tottenham Hotspur zu Real Madrid 100,76
  4. Romelu Lukaku (Belgien) 2017 vom FC Everton zu Manchester United 100 (inkl. Bonuszahlungen)
  5. Cristiano Ronaldo (Portugal) 2009 von Manchester United zu Real Madrid 94,0
  6. Gonzalo Higuain (Argentinien) 2016 vom SSC Neapel zu Juventus Turin 90,0
  7. Neymar 2013 vom FC Santos zum FC Barcelona 86,2
  8. Luis Suárez (Uruguay) 2014 vom FC Liverpool zum FC Barcelona 81,0
  9. Alvaro Morata (Spanien) 2017 von Real Madrid zum FC Chelsea 80,0
10. James Rodríguez (Kolumbien) 2014 vom AS Monaco zu Real Madrid 80,0 

 

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