Gedenken auf der Corneliusbrücke Nach Unfalltod eines Elfjährigen - Verkehrsratschläge der Polizei

Gedenken an der Unfallstelle. Foto: Nina Job

Am Montag wurde ein Fünftklässler an der Corneliusbrücke mit seinem Fahrrad von einem Laster überrollt. Kinderzeichnungen und Blumen erinnern an den Buben († 11). Die Polizei gibt am Samstag vor Ort Tipps.

 

München - Auf einer Kinderzeichnung, die an einem weiß gestrichenen Fahrrad befestigt ist, breitet ein trauriger Engel seine Flügel aus. Darüber steht groß und bunt ein Regenbogen. "Von Yuko für Gian in den Himmel", hat das Kind, das das Bild gemalt hat, in Großbuchstaben dazugeschrieben.

Elfjähriger von Lkw totgefahren - Verkehrsaufklärungsaktion der Polizei

Täglich kommen neue Zeichen der Trauer und des Gedenkens dazu: An der Unfallstelle, an der am Montag ein elfjähriger Bub mit seinem Fahrrad von einem Laster überrollt worden ist, liegen unzählige Blumen, Kerzen brennen, auch Stoff-Herzen und kleine Teddybären liegen auf dem Pflaster an der Corneliusbrücke, Ecke Erhardstraße.

Immer wieder bleiben Passanten stehen. Wildfremde kommen miteinander ins Gespräch. "Ich kann es nicht fassen, dass immer wieder solche Unfälle passieren", sagt ein Anwohner zur AZ. Eine Touristin meint: "Autos und Laster sollten grundsätzlich nicht abbiegen dürfen, wenn Fußgänger und Radfahrer die Straße überqueren." Er fordert: "Die Ampelschaltungen müssen alle geändert werden!"

Der Fünftklässler war am Montag, gegen 13.30 Uhr, auf dem Heimweg von der Schule, dem Pestalozzi-Gymnasium. Der Elfjährige wollte geradeaus fahren, der Lkw-Fahrer nach rechts in die Erhardstraße. Offenbar konnte der Fahrer das Kind nicht sehen, da es von ihm aus im sogenannten toten Winkel war. Freitag will die Polizei an der Kreuzung eine Verkehrsaufklärungsaktion durchführen. Von 13 bis 15 Uhr werden Verkehrspolizisten mit Fußgängern, Rad- und Autofahrern sprechen. Dabei werden Tipps gegeben.


Das rät die Polizei:

  • Überqueren Sie Kreuzungen und Einmündungen möglichst immer nur an gesicherten Überwegen! Schauen Sie vorher immer über die linke Schulter.
  • Bedenken Sie: Die Sicht eines Lkw ist sehr eingeschränkt. Sowohl neben dem Laster als auch unmittelbar vor dem Laster gibt es einen "toten Winkel".
  • Suchen Sie immer Sichtkontakt mit dem Lkw-Fahrer. Nur wenn Sie ihn sehen, kann auch er Sie sehen!
  • Tragen Sie helle, gut sichtbare Kleidung. Nutzen sie Reflektoren, rät die Polizei.
  • Tragen Sie als Radfahrer immer einen Fahrradhelm

Lesen Sie hier: Unfalltod auf der Corneliusbrücke - Stadt München will Laster einbremsen

 

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