Gebäude verfällt Pasinger Fabrik: Was tun mit der Villa?

Baufällig: die Hausmeistervilla in der Pasinger Fabrik. Foto: Daniel von Loeper

Wie lässt sich die Pasinger Fabrik besser für Kinder und Familien nutzen? SPD und CSU haben dabei besonders die alte Hausmeistervilla im Blick.

 

München - Was lässt sich noch alles anstellen mit der Pasinger Fabrik? In einem gemeinsamen Antrag fordern die Fraktionen im Stadtrat, das Kultur- bzw. Quartierszentrum des wachsenden Viertels zu überprüfen. Das Sozialreferat soll ermitteln, inwiefern die Angebote ausgeweitet werden können.

Insbesondere in Bezug auf Kinderbetreuung und Familienbildung sehen die Antragssteller um Christian Müller (SPD) und Heike Kainz (CSU) noch Bedarf. Zwar soll der Antrag jetzt noch mal geprüft werden, doch Müller deutet an: "Wir würden das nicht so nachdrücklich fordern, wenn wir nicht schon eine Vorahnung hätten."

Die Stadträte rechnen damit, dass ihre Vermutung bestätigt wird – auch im Hinblick auf die Prognosen, die in den nächsten Jahren in fast allen Stadtteilen einen Zuwachs von jungen Familien erwarten lassen.

Aktuell schaut es auf dem Gelände leider nicht so rosig aus. Vieles hier gehört saniert, vor allem wegen der Sanitäranlagen gibt es seit längerem Probleme. Diese wurden zwar zwischenzeitlich teilweise saniert, bereits kurze Zeit später wurden aber wieder Mängel beklagt.

Kinder statt Hausmeister in die Villa?

Die SPD hat daher bereits im Februar dieses Jahres nachgefragt, welche Lösungen es für die Zukunft der Fabrik gebe. So soll auch die Nutzung der vorhandenen Räume überdacht werden – aus Platzmangel haben viele Angebote derzeit noch das Nachsehen. Es gilt also auch herauszufinden, ob ein intensiverer und effektiverer Zeitplan hier weiterhelfen kann.

Die sogenannte Hausmeistervilla am Wensauerplatz 4 ist vom Verfall besonders betroffen. Das Problem ist ein altbekanntes, schon 2000 stand es auf der Agenda. SPD und CSU wollen wissen, inwiefern sie sich als Kita nutzen ließe. Allerdings gibt es zwei Schwierigkeiten. Zum einen lebt noch immer ein Mieter in der Hausmeistervilla, den die Stadt als Eigentümerin des Hauses nicht einfach hinauswerfen will.

Zum anderen sind die Räumlichkeiten in bedenklichem Zustand. „Es ist fraglich, ob eine Sanierung des Hauses zu diesem Zeitpunkt finanziell überhaupt noch sinnvoll ist“, meldet Müller Bedenken an.

Es bleibt also vorerst noch unklar, wie es mit der Fabrik und der Villa weitergehen soll. Bleibt zu hoffen, dass die lang andauernde Geschichte des Verfalls kein schlechtes Omen für die jetzt beantragten Untersuchungen ist.      

 

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