Im Gebäude am Rundfunkplatz, in dem früher die Abendzeitung war, hat das Lieblingslokal der Redaktion wiedereröffnet. 

Dort, wo AZ-Leser früher gewonnene Konzertkarten abgeholt haben, können sie seit heute Ramazzotti Rosato (7,50 Euro) mit Prosecco, Soda und Basilikum ordern.

In der ehemaligen Empfangshalle der AZ am Rundfunkplatz hat sich das Salt ausgebreitet. Nicht nur AZ-Mitarbeiter erinnern sich wehmütig an das Restaurant, das im Herbst 2015 dann Box-Kitchen hieß – mit Fitnessküche und Fine Dining. Das lief zwar gut, aber nachdem in diesem Frühjahr das Fitnessstudio in den ehemaligen AZ-Räumen pleite ging, machte die Box-Kitchen nur noch bis Ende Juli weiter. Dann übernahm Maximilian Sierk-Paul und machte aus der Box-Kitchen das, was sie für alle am Rundfunkplatz eh schon immer war: das Salt.


In der Bar war früher der Abendzeitungs-Empfang. Foto: min

Salt: Mittags Business-Lunch, abends gehobene Küche

Sierk-Paul war beim Salt von Anfang an dabei, also seit 2009. Schon vor seinem Abitur jobbte er dort. Bei der Box-Kitchen war er Betriebsleiter, jetzt ist er mit einer Partnerin auch Geschäftsführer. Das Dunkle, Sterile der Box-Kitchen hat er mit Gold, Fuchsia und Türkis überstrichen und überklebt. Mit seinem Faible für Blumen und Kerzen wirkt das neue Salt modern und heimelig zugleich.

Links, im alten Salt, ist der Restaurantbereich. Mittags gibt es einen Business-Lunch, am Abend kocht der Ex-Sous-Chef und jetzt Küchenchef Peter Heimüller gehobene Küche wie Rinderlende, Chorizo, Drillingskartoffeln, Kirschtomaten und Chimichurri (28,50 Euro) und natürlich Burger (Black Angus: 16,50 Euro), die wöchentlich wechseln.


Lachssteak, Tramezzini: 18 Euro. Foto: min

Im Salt gibt's Oliven und Nüsschen zum Drink

Die Bar im Ex-AZ-Empfangsfoyer hat eine eigene Karte, die die Gäste direkt in den Feierabend holen soll. Zu jedem Getränk werden Oliven oder Nüsschen serviert. Neben Kleinigkeiten wie Tatar oder frisch aufgeschnittener Mailänder Salami serviert das Salt auch einen klassischen Bartoast mit Schinken, Käse und Cocktailsoße. Der Loungebereich draußen schreit danach, den Abend in so einer Liegeposition zu verbringen, dass man gerade noch so ohne Verschütten einen Peated Summer (12,50 Euro) mit Lagavulin, Aperol, Rhabarbersaft und Limette trinken kann.

Eigentlich ist das Salt mit seinen 100 Sitzplätzen zu groß für Sierk-Paul. Er hatte sich immer vorgestellt, einen kleinen Laden zu eröffnen. Aber hier am Rundfunkplatz, da kennt er wirklich jeden – und jeder kennt ihn. Deshalb dürfte sein erstes eigenes Restaurant auch kein wirklich großes Wagnis sein.


Rundfunkplatz 4, Mo-Fr 11 bis 1 Uhr, Sa 18 bis 1 Uhr. Tel: 089 890 83 695, Salt auf Facebook