Gaztro Man vs Machine

Kuchenangebot im "Man vs Machine". Foto: Daniel von Loeper

Im „Man vs. Machine“ entsteht das liebste Getränk der Deutschen auf ganz spezielle Art. Das schmeckt man auch.

 

Isarvorstadt - Auf den ersten Blick sieht das "Man vs. Machine" in der Müllerstraße wie einer diesen unzähligen Kaffee-Läden aus. Viel Design, extrem modern, natürlich cool, aber letzten Endes kommt man eben doch nur mit einem Kaffee wieder heraus. So zumindest der erste Eindruck. Wer hier einen Kaffee bestellt, wird schnell merken, dass Kaffee nicht immer gleich Kaffee ist und plötzlich einen völlig neuen Geschmack entwickeln kann. Mit an Pedanterie grenzender Liebe zum Detail haben die Betreiber ihren Laden in den Dienst des perfekten Kaffees gestellt. Das beginnt bei der Kaffeebohne und endet bei der Auswahl der Seife in der Toilette.

Im "Man vs. Machine" liegen auf dem Tresen Dinge, die man eher in einem Chemielabor erwarten würde: Digitalwaage, Apotheker-Fläschchen, Thermometer und eine Batterie an Glasbehältnissen, die aufgrund ihrer Formgebung eher an eine Drogenküche erinnert. Um die 800 Aromen stecken in den unterschiedlichen Kaffeesorten, erklärt Betreiber Marco Mehrwald. Damit steckt in einer Bohne eine größere geschmackliche Vielfalt als beim Wein – und diese fruchtigen Aromen werden im "Man vs. Machine" mit High-Tech herausgekitzelt.

Für eine perfekte Tasse Kaffee werden die Bohnen einzeln abgewogen. 14 Gramm frisch gemahlenen Bohnen auf 230 Milliliter speziell gefiltertes Wasser kommen in den gläsernen Syphon, der mittels Infrarotlicht auf die Sekunde genau gebrüht wird. Das Ergebnis ist ein Kaffee, der wesentlich heller ist als das, was üblicherweise aus der heimischen Kaffeemaschine tröpfelt. Und das ist nur eine Zubereitungsform, die hier angeboten wird. Neben dem Syphon wird hier auch in einer Aeropress, per Handfilter oder in einer handgefertigten Siebträgermaschine gebrüht. Und das immer durch die geschulte Hand eines Baristas. Hier liegt auch die Herkunft des Ladens Namens versteckt. "Man vs. Machine" steht "für die Battle der Baristas gegen die Maschine", erklärt Marco Mehrwald. Es wirkt eher wie ein duftverströmendes Spiel als ein Kampf im Dampf der Kaffeemaschine.

Auch Tee wird in der Müllerstraße 23 auf akribische Weise zubereitet. Fast schon selbstredend, dass hier niemals ein Teebeutel zum Einsatz kommen würde. Indischer Darjeeling oder japanischer Matcha werden fast zeremoniell aufgegossen.

 

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