GAZtro Herzog Bar: Frommer Herzog trinkt Negroni

Ein „Paper Wave“ von barkeeper Alessandro lohnt sich schon wegen der effektvollen Zubereitung. Foto: Daniel von Loeper

Ein gottestreuer Navenspatron und göttliche Cocktails: Die neue Bar in der Maxburgstraße punktet mit stilvoller Einrichtung und Extravaganz auf der Getränkekarte.

 

Altstadt - An neuen Bars mangelt es München derzeit nicht. Dummerweise ähneln sich die neuen Trinkstätten meist so stark, dass alles Neue irgendwie nie so wirklich neu wirkt. Die neu eröffnete Herzog Bar in der Maxburg ist da eine Ausnahme.

Schon von außen gibt sich die Bar betont stilvoll und durch die verglaste Front schimmert die kunstvoll gestaltete Beleuchtung. Der zentrale Blickfang der Bar ist nicht die Bar selbst. Es ist eine Art mehrspurige Straße aus Messingelementen, die sich durch den ganzen Raum zieht und sich jeweils in einer Lampe verjüngt.

Ähnlich spektakulär wie der Raum sind auch die Drinks im Herzog, die auf eine spezielle Art zubereitet werden. „Die Drinks werden nicht geshakt. Sie werden geblendet“, erklärt Lukas Motejzik, der sich bereits in der Cocktailbar Zephyr einen Namen gemacht hat. Blenden bedeutet hier jedoch nicht, dass die Cocktails vor lauter Messingglanz in der Bar nichts mehr sehen.

Blenden heißt in der Barkeepersprache , dass jeder Cocktail in einem Spezialmixer zusammengerührt wird, was die Mixprozedur beschleunigt und jedes Getränk noch ein bisschen cremiger macht. Der Over Night (11 Euro), eine Mischung aus Gin, Bourbon, Beeren, Tonkabohne und Vanille, kommt in einem Pechschwarzen Glas und wird mit einem Rand aus Hibiskus und einer schwarzen Feder serviert. Die Eiswürfel für einen Old Fashioned tragen das Logo der Bar und sind Spezialanfertigungen. Zwingend notwendig ist das alles sicherlich nicht, es macht allerdings einen ziemlich guten Eindruck.

Neben den ausgefallen und optisch beeindrucken Cocktails (zwischen 10 und 14 Euro) bietet das Herzog im Sitzbereich neben der Bar auch Essen an. Die Speisekarte ist noch nicht ganz fertig, sicher ist allerdings bereits, dass die Gäste Überraschungsmenüs nach ihrem persönlichen Geschmack kredenzt bekommen.

Fertig ist natürlich schon die künstlerische Wandgestaltung im Restaurantbereich. Die Wand ziert ein Porträt des namensgebenden Herzog Wilhelm dem Frommen. In einer Hand hält der bayerische Herzog einen Negroni, der mit einer kunstvoll tournierten Orangenzeste garniert ist. Der fromme Herzog macht einen ziemlichen zufriedenen Eindruck mit dem Drink in der Hand.


Maxburgstraße 4, Montag bis Mittwoch von 10 bis 1 Uhr, Donnerstag bis Samstag von 10 bis 3 Uhr, Telefon 01512/759 70 22

 

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