GAZtro Charme mit Kamin

Barkeeper Max hinter der Theke im Freebird in der Nordendstraße – über ihm das Maskottchen des Ladens: ein afrikanischer Springbock. Foto: Daniel von Loeper

Restaurant? Oder Bar? Oder so etwas wie ein Wohnzimmer? Das Freebird in Nordendstraße kann alles.

 

Maxvorstadt - Abends stellt sich manchmal eine einfache, aber auch ziemlich essenzielle Frage: Wohin soll ich gehen, wenn ich jemand richtig beeindrucken möchte? Lieber ein Restaurant, doch besser eine Bar oder wäre ein Abend vor dem Kamin nicht die beste Lösung? Das Freebird in der Nordendstraße kann alles und wirkt dabei so entspannt, dass ein Abend eigentlich nur gut verlaufen kann. Das Lokal verbindet auf natürliche Art die zwei Welten des Ausgehens: Restaurant und Bar in einem.

Auf der Speisekarte des Freebird findet sich eine kleine Auswahl an Gerichten. Eine Pasta, ein Burger und ein Rinder-Gericht sind die Standards. Ein reines Speiselokal ist das Freebird nicht, dafür sind die Tische vor dem offenen Kamin ein bisschen zu klein und zu niedrig, aber irgendwie bekommt man hier den Eindruck, dass das genau so gewollt ist. Stil mit Understatement und das zieht sich durch den ganzen Raum. Neben der Bar hängt ein südafrikanischer Springbock, der den Gästen häufig als Fotomotiv dient. Eine tiefere Bedeutung hat das gehörnte Tier an der dunkelgrünen Wand angeblich nicht, aber es könnte genauso gut andersherum sein. Es wäre dem Freebird zuzutrauen.

Neben dem Essen legt das Lokal ein besonderes Ohrenmerk auf die Musik. Das Lied Freebird von Lynyrd Skynyrd ist der Namenspatron der Bar und entsprechend schallen hier die Granden des Rock aus den Boxen. Nicht zu laut, nicht zu leise – der Fuß der Gäste wippt nahezu automatisch im Takt der Musik. Und dann wäre natürlich noch die Bar. Die Drinks werden nicht nur geschüttelt und gerührt, Barkeeper Maximilian Kampmann wirft seine Kreationen. Durch das Werfen bekommen seine Drinks eine frischere Note. Der Anspruch der Bar an sich selbst ist riesig, der Gast merkt das an den Drinks. Der Teufel liegt bekanntermaßen im Detail und diese Details machen den Charme des Freebirds aus.

Wer den Filet-Platz vor dem offenen Kamin erwischt hat, wird das Lokal mit Sicherheit mögen. Ab und an verschwinden von der Feuerstelle die Steine, die als Dekoration um die Flamme liegen, erzählt Kampmann. Dabei kommen die Steine „nur“ von der Isar. Das Freebird ist an diesem Diebstahl irgendwie selbst schuld. Wer eine schöne Bar mit ebenso charmanten Ambiente schafft, darf sich nicht wundern, dass die Gäste unbedingt eine Erinnerung an den Abend haben möchten. Daniel Gahn freebird-munich.com, Nordendstraße 12, Montag bis Samstag ab 18 Uhr, Tel: 089 / 27374520

 

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