GAZtro Beinahe zu schade zum Essen

„Wenn man lauter ruhige Frauen sehen will, dann ist man in einem Kurs absolut richtig“: Stephanie Rinner (2. v. r.) mit einem ihrer Kurse. Foto: Steffen Oliver Riese/ho

Die verzierten Kekse von Stephanie Rinner sind lauter Unikate. „Es ist eigentlich mehr Kunst als Backen“.

 

Schwanthalerhöhe - Manchmal entstehen die besten Ideen aus einfachen Redewendungen. Im vergangenen Jahr ging Stephanie Rinner ihr Job in der PR-Branche reichlich auf den Keks. Mittlerweile könnten höchstens die Kekse Rinner selbst auf den Keks gehen, denn nun ist sie selbstständig und hat Ende 2014 ihre eigene Firma gegründet. Der Name lautet passenderweise „Mein Keksdesign“.

In mühevoller Handarbeit verziert die gebürtige Wienerin ihre selbst gebackenen Kekse entweder ganz kreativ oder nach Vorstellung ihrer immer zahlreicher werdenden Kunden. „Es ist eigentlich mehr Kunst als Backen“, erklärt Rinner ihr Handwerk.

Nach ihrem Studium als Wirtschaftsdesignerin und Stationen im Mode- und Schmuckbereich scheint sie nun endlich ihre wahre Berufung gefunden zu haben.

Die Basis ihrer Keks-Kunstwerke ist ein einfacher Butterkeks, den sie in einer kleinen Backwerkstatt selbst herstellt. Dann beginnt der kreative Teil und aus einfachen Keksen werden Kunstwerke. Mit buntem Zuckerguss, Spritztülle und Zahnstochern zum Nachjustieren verziert sie jeden ihrer Kekse per Hand. Mal ein Herz, dann ein Dirndl oder auch unzählige andere Formen werden zu zuckersüßen Einzelstücken, die, so Rinner, „fast ein bisschen zu schade zum Essen sind.“ Das ist wiederum schade, denn die Kekse sehen nicht nur gut aus, sondern schmecken auch so. Angesicht des Preises zwischen 4 und 5 Euro pro Keks sind die Plätzchen eine teure Mahlzeit, aber, und da hat Rinner recht, die Kekse sind eher etwas für das Auge als den Magen.

Jetzt im Sommer beginnt für Rinner schon die Weihnachtszeit und nach Lederhosen und Herzchen für die Wiesnzeit verziert sie ihre Kekse schon mit weihnachtlichem Dekor. Jedes Plätzchen ist ein Unikat und für die Gestaltung für sie auch eine Art meditativer Moment: „Wenn ich die Kekse verziere, tauche ich in eine Welt ab. Für mich ist das die reinste Entspannung.“

Diese Tiefenentspannung macht sich auch in ihren Kursen in der Ganghoferstraße (pro Person ab 79 Euro) breit. „Dann ist es hier mucksmäuschenstill“, sagt Rinner: „Wenn man lauter ruhige Frauen sehen will, dann ist man in einem Kurs absolut richtig.“

Weitere Infos unter www.meinkeksdesign.de

 

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