Gattin Sharon ist die Hüterin seiner Gesundheit Ozzy Osbourne spricht über seinen "Sterbehilfe-Pakt"

Ein vertrautes Paar: Sharon und Ozzy Osbourne Foto: Dan Steinberg/Invision/AP

Sterbehilfe - ein heikles Thema. Düster-Rocker Ozzy Osbourne ist aber ein erklärter Befürworter: Er und Ehefrau Sharon haben einen "Sterbehilfe-Pakt". Über den hat Ozzy nun verraten: Sobald er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr das Leben führen kann, das er "jetzt führt", will er aus selbigem scheiden.

Wenn das Wörtchen "Sterbehilfe" fällt, geraten Politiker und Philosophen, Aktivisten und Ärzte in Wallung. Ausgerechnet der "Fürst der Finsternis", Rock-Alt-Star Ozzy Osbourne ("I Just Want You"), liefert nun neues Futter für hitzigen Debatten: In einem Interview mit dem britischen "Mirror" hat der 65-Jährige Details zu einem "Sterbehilfe-Pakt" verraten, den er mit Gattin Sharon (61) geschlossen hat. Demnach haben sich die Osbournes gegenseitig versichert, im Zweifelsfalle "die Maschinen ausschalten" zu lassen.

Auch eine mehr oder minder klare Grenze beinhaltet der "Pakt" offenbar. "Wenn ich mein Leben nicht mehr in der Art leben kann, in der ich es jetzt lebe - und ich meine nicht finanziell - dann war's das", sagte der Star und spielte damit offenbar auf ein selbstbestimmtes Leben in Würde an. "Wenn ich nicht mehr aufstehen und selbst ins Bad gehen kann, wenn ich Schläuche im Hintern habe und einen Einlauf in der Kehle, dann, habe ich Sharon gesagt, 'schalte die Maschine einfach aus'. Wenn ich einen Schlaganfall habe und gelähmt bin, will ich hier nicht mehr sein."

Auch im Fall einer schweren Alzheimer-Erkrankung soll nach dem Willen der Osbournes wohl Sterbehilfe zum Einsatz kommen. Sie wollen im Zweifelsfall die Hilfe der Organisation Dignitas in der Schweiz in Anspruch nehmen, wie es heißt. Sharon hatte erstmals im Jahr 2007 in ihrer Autiobiografie über die Pläne berichtet.

Ohnehin ist Sharon Osbourne die Hüterin der Gesundheit ihres Mannes. Dem Boulevard-Blatt verriet Ozzy Osbourne, wie erzürnt seine Gattin über seine zurückliegenden Alkoholrückfälle war. "Sie hat einmal meine Platin-Platten zerbrochen, indem sie sie mir über den Kopf gezogen hat. Letztes Jahr, als ich im Hotel war und sie das herausgefunden hat, hat sie sich eine Tasse Kaffee geholt und sie mir ins Gesicht geschüttet", berichtete der Star. "Das hat verdammt wehgetan und ich bin eine Woche mit einem roten Gesicht herumgelaufen."

Das harsche Eingreifen scheint sich gelohnt zu haben: Ozzy Osbourne ist nach eigenen Angaben seit nunmehr 480 Tagen clean. Allerdings erinnerte der Musiker in dem Interview auch an dunkle Tage in den 1980er-Jahren. 1981 habe er bewusst eine Überdosis Tabletten zu sich genommen, berichtete er. "Ich erinnere mich nur daran, im Krankenhaus aufgewacht zu sein, mit ausgepumptem Magen."

 

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