Garmisch-Partenkirchen Tribünen-Zoff: Der Kandahar-Weltcup ist gerettet

Der Zieleinlauf der Kandahar-Strecke mit Tribüne. Das Areal muss jetzt verlegt werden. Foto: dpa

Nach der juristischen Niederlage gegen den Grundstücksbesitzer hat das Planungsteam des Ski-Weltcups in Garmisch-Partenkirchen jetzt endlich ein neues Grundstück für die Tribünen gefunden.

 

Vor rund einem Monat hat das Münchner Landgericht die Entscheidung im Kandahar-Streit getroffen: Die Tribüne für den Zieleinlauf der weltberühmten Weltcup-Abfahrt darf am bisherigen Standort nicht mehr aufgebaut werden. Geklagt hatte der Landwirt, dem die Wiese gehört, auf der seit Jahren die Skiläufer ins Ziel fahren.

Das Organisationsteam des Weltcups hat das vor große Probleme gestellt. Doch jetzt scheint eine Lösung in Sicht. Wie Organisationskomitee-Geschäftsführer Peter Fischer dem BR sagte, wird in Garmisch-Partenkirchen ein neues Grundstück für die Zuschauertribüne zur Verfügung gestellt. Eine entsprechende Vereinbarung sei bereits unterschrieben worden.

Der Weltcup scheint gesichert - zumindest für fünf Jahre

Das Arrangement mit dem Grundstücksbesitzer ist bislang allerdings noch nicht für die Ewigkeit. Das Ganze gilt vorerst einmal für fünf Jahre. Um das neue Areal zu nutzen, muss das Komitee den Zieleinlauf laut Peter Fischer komplett umplanen. Es wird nicht nur ein Teil der Tribüne, sondern auch die Zuschauer-Stehplätze, die Sponsorenstände und die Videoleinwand verlegt.

Damit scheint nach Jahren des Streits nun endlich eine Lösung für das Tribünen-Problem an der Kandahar gefunden zu sein und der Weltcup vorerst gerettet. Seit Jahren gab es bereits Auseinandersetzungen mit dem Landwirt, dem das alte Tribünen-Areal gehört. Er wollte die Tribüne nicht mehr auf seiner Wiese haben, weil diese nach dem Weltcup-Rennen immer nicht mehr zu gebrauchen war, wie er sagte.

Die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen hatte dem Landwirt eine Tauschfläche angeboten, die laut dem Weltcup-Organisationskomitee wertvoller gewesen wäre als die Wiese. Doch der Landwirt lehnte das ab.

 

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