Game Over Vier Szenarien für Weltuntergänge am 21. Dezember 2012

Am 21. Dezember geht die Welt unter, weil der Mayakalender zu Ende ist. Wie langweilig. Hier sind vier Weltuntergänge – ein Szenario ist krasser als das andere.

 

1. DIGIKALYPSE
Error 404. Das Internet antwortet nicht mehr. Am 21. Dezember, Verbindungsversuch um 15:24 Uhr. Nichts. Den Grund kennt keiner: Vielleicht sind zwei Kometen im Weltall zusammengekracht und haben einen elektromagnetischen Impuls über der Erde erzeugt. Der hatte genau die Frequenz, die Datenknotenpunkte des Internets lahmzulegen. Die digitale Welt ist gerade untergegangen.

Keine Bestellungen mehr auf Amazon. Kein Ebay. Kein whatsapp. Nicht einmal Emails. Die Wirtschaft bricht zusammen. China weiß nicht mehr, was Europa macht, die Amerikaner können keine Pornos mehr anschauen. Handelsströme kommen zum Erliegen. Das GPS von Flugzeugen und Autos fällt aus. Die ersten Abstürze in atomare Kraftwerke sind die Folge. Explosionen. Ende. Und kein Facebook.

2. BAYERNKALYPSE
Horst Seehofer hat in der Nacht auf den 21. Dezember einen Traum. Er trägt darin eine Krone und die Kanzlerin füttert ihn mit Trauben. Der Anfang vom Ende. Noch am Morgen ruft er sich als Kanzlerkandidat aus. In einem Akt des Patriotismus ruft Seehofer noch am Abend des 21. das Neue Bayerische Königreich (NBK) aus. Die Folge ist der zweite Deutsch/Deutsche Krieg zwischen Bayern und dem Rest. Bayern gewinnt. Deutschland verändert sich.

Die Öffnungszeiten der Supermärkte gehen nur noch bis 20 Uhr, in den Schulen werden Kreuze aufgehangen und der Hamburger Michel wird mit Blasmusik beschallt. Doch das ist Seehofer auch noch nicht genug. Er will die Welt. Der Euro zerbricht. Die EU zerbricht. Krieg. Doch Seehofer hat die Rechnung ohne die fränkischen Separatisten gemacht. Sie zünden die erste Atombombe und besiegeln das Ende der Welt.

3. BANKALYPSE
Auch die Finanzwelt hat vom Ende des Mayakalenders gehört. Ein paar Investmentbanker spekulieren im November 2012 auf den Weltuntergang. Sie kaufen Anleihen von allerhand zwielichtigen Unternehmen. Darunter sind Händler von Waffen, Drogen und wissenschaftlichen Experimenten. Fanatisten, deren Kurse jetzt steigen. Weitere Investmentbanker erkennen, dass der Weltuntergang eine Geldanlage mit fantastischer Rendite ist und investieren ebenfalls in dubiose Geschäfte und Firmen. Es entsteht ein Dominoeffekt. Die grausamsten Firmen der Welt sind plötzlich auch die reichsten. Die Presse redet nicht mehr von Schurkenstaaten sondern von Schurkenunternehmen. "Banker" ist kein Schimpfwort mehr. Alle haben Angst vor ihm.

Je näher der 21. Dezember rückt, desto mehr spekulieren die Märkte. Irgendwann ist die Gier nach Profit größer als der Wunsch nach einer funktionierenden Erde. Eine kleine sektenartige Gruppe von Managern stachelt die Unternehmen gegeneinander auf. Am 21. Dezember ist es zu viel. Ein Konzern namens Giotech lässt sein hauseigenes Produkt "Killerbees" auf die Konkurrenz los. Die antwortet mit einer Erfindung namens "Multifunktionale Wurmbombe". Eine Waffe mit dem passenden arabischen Namen "Ki-llallhu-mans" macht dem Ganzen ein Ende. Die Welt ist untergegangen. Die Märkte reagieren mit leichten Kursverlusten.

4. ZOMBIEKALYPSE Nicht wenige haben sie erwartet: Die Zombiekalypse. Es gibt mittlerweile Mythen darüber, warum die Toten seit dem 21. Dezember auf Erden wandeln - und Menschen als laufendes Happy Meal betrachten. Die positive Nachricht: Die Welt ist nicht wirklich untergegangen. Sie wird jetzt allerdings von kannibalistischen Freaks beherrscht. Wohl denen, die viele Zombie-Computerspiele gespielt und sich rechtzeitig Proviant, Waffen und Medikamente besorgt haben. Ein dickes Eisenrohr, eine Machete oder ein Samuraischwert können den Unterschied zwischen Leben und Tod ausmachen, denn "Schwerter müssen nicht nachgeladen werden". Schlaf ist ab jetzt tödlich. Denn die grunzenden Ekelpakete lauern hinter jeder Ecke. Und sie haben Hunger. Großen Hunger.

Entscheidend für das Überleben ist das erste Jahr nach der Apokalypse. Denn danach sind die letzten Zombies verhungert. Auf der Welt gibt es noch an die 1000 Menschen, die versuchen, den ganzen Schlamassel wieder aufzuräumen. Die Männer sind durch das viele Töten von Untoten mittlerweile zu Testosteron- Monstern geworden. Es gibt Streit um die wenigen verbleibenden Frauen der Welt.

 

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