Galopprennen in Riem Großer Dallmayr Preis: Triumph des Favoriten

Ganz entspannt: Das Siegerpferd Benbatl mit seinem Trainer Saeed bin Sureor und Jockey Oisin Murphy. Foto: Scherer

Benbatl spielt mit seinen Gegnern: Am Sonntag erleben in München- Riem 15 000 Zuschauer einen phänomenalen Sieger

Beim renommierten Dubai World Cup-Tag im März hatte Benbatl bereits den Dubai-Turf und drei Millionen Euro gewonnen. Am Sonntag beim Großen Dallmayr Preis im Münchner Gruppe 1-Rennen kamen nochmal 100 000 Euro dazu.

Dabei waren wohl auch viele Pferdeexperten überrascht, wie furios und scheinbar leicht der von Saeed bin Suroor trainierte Hengst das stark besetzte Feld dominierte. Jockey Oisin Murphy, der den Vierjährigen bereits bei seinem Sieg in Meydan reiten konnte, übernahm vom Start weg sofort die Spitze, um das Tempo nach seinem Belieben gestalten zu können.

Der Plan des jungen Iren, der seit längerem für Godolphin als Stalljockey aktiv ist, ging voll auf: Als die Gegner im Schlussbogen versuchten, an den Führenden heranzurücken, machte dieser richtig Tempo und sprang 400 Meter vor der Linie auf fast drei Längen weg. Diesen Vorteil ließ sich Benbatl bis zur Linie nicht mehr nehmen. Den Kampf um die Plätze dahinter entschied der zweite englische Gast Stormy Antarctic für sich.

Der als Meiler bekannte Hengst war für die Münchner Prüfung nachgenannt worden. Im Einlauf spät eingesetzt, machte der Hengst aus hinteren Regionen viel Boden gut und holte sich die zweite Prämie mit James Doyle im Sattel vor dem drittplatzierten Pferd, Va Bank.

Die restlichen Gelder gingen an Publikumsliebling Iquitos und den ebenfalls nachgenannten Walsingham unter Andrasch Starke.


Der Champion ist durstig: Benbatl nach seinem furiosen Start-Ziel-Sieg. Foto: Scherer
 

Bei der Siegerehrung war Saeed bin Suroor begeistert von der Leistung seines Schützlings und untermauerte die Australien-Pläne für Benbatl, der im Oktober die Cox Plate bestreiten soll. Für Oisin Murphy war es nach dem Sieg im Dubai Turf der zweite Grade I-Treffer und der erste in Europa, über den sich der Ire entsprechend freute.

Im Dallmayr Ethiopia Rennen waren die Zweijährigen gefragt. Django Freeman sicherte sich den Sieg gegen Quest the Moon und Cliffs Art.

Ein Duell bis zur Linie lieferten sich im Dallmayr Teespezialitäten Rennen Prince Parsim und Armance. Nachdem die Stute Mitte des Einlaufs schon kurz den Kopf in Front gesteckt hatte, kämpfte sich der Hengst erfolgreich zurück und schob sich mit einer Nase auf der Linie an der Konkurrentin vorbei. Den dritten Rang eroberte deutlich zurück Northern Fox.

Besucher freuen sich über gratis Dallmayr-Kaffee und -Verlosung

Einen Sieg des Stalles Bayern am bayerischen Prunk-Renntag gab es durch Hear Ahead, der sich im Dallmayr Capsa Rennen den Sieg unter Filip Minarik sicherte und Winnifred und Qbie klar in die Schranken weisen konnte.

In der Dallmayr Prodomo Trophy fiel die Entscheidung über 2200 Meter erst kurz vor dem Ziel: Erst da konnte der Ittlinger Axxios mit Marco Casamento im Sattel die lange an der Spitze marschierende Caracalla Queen endgültig hinter sich lassen. Hinter der Wöhler-Stute unter Edi Pedroza holte sich Ludwig Leopold den dritten Rang.

Im Konrad Werner Wille Memorial, einem Ausgleich II Rennen über über 2200 Meter, hatte Nacida die besten Reserven und holte sich vor Power Euro und Bernsteinkette den Treffer. Den Dallmayr Coupe Lukull gewann der Wallach Key to Magic (Jockey: Martin Seidl) aus dem Besitz von Dr. Marie Lindinger vor Auristella, die noch gefährlich nahe kam, und Viscount Vert.

Im Dallmayr Espresso d’Oro Rennen gelang dem zweifachen Vorjahressieger Mister Onyx nach einem starken Ritt von René Piechulek der erste Treffer des Jahres.

Zum Abschluss punktete der junge Thore Hammer-Hansen, der mit der von seinem Vater trainierten Arktis punktgenau zur Stelle war und die Gegner letztlich sicher auf die weiteren Plätze verwies. Die 15 000 Besucher dieses erfolgreichen Renntages sahen aber nicht nur herausragende sportliche Leistungen, die auch angesichts der hohen Temperaturen noch einmal extra gewürdigt werden müssen. Auch der große Dallmayr Kaffee-Gratisausschank, die vielfältigen kulinarischen Angebote und die Dallmayr Verlosung kamen bestens an.

Und weil nicht nur sehr viele Promis zum großen Dallmayr Renntag kommen, sondern erfahrungsgemäß auch Familien, waren Hüpfburgen, Ponyreiten und ein Kinderspielplatz eingerichtet. Patricia Scherer

 

1 Kommentar

Kommentieren

  1. null