Gärtnerplatz "Alkohol ist die Wurzel allen Übels"

Ihn freut’s: Bezirksausschuss-Chef Alexander Miklosy hofft jetzt auf ein Alkoholverbot für den Gärtnerplatz. Foto: Martha Schlüter

BA-Chef Alexander Miklosy freut sich über die Gesetzesänderung und wird das Alkoholverbot beantragen

 

ISARVORSTADT BA-Chef Alexander Miklosy (62) wird wohl springen müssen. Aus Freude. Im Kampf um mehr Ruhe haben die Anwohner des Gärtnerplatzes plötzlich einen Riesen-Joker in die Hand bekommen. Die Staatsregierung hat beschlossen, den Kommunen die Möglichkeit zu geben, Alkoholverbote für bestimmte Plätze auszusprechen.

„Wenn das Gesetz kommt, mache ich einen kleinen Luftsprung“, hatte Miklosy gestern im AZ-Gespräch angekündigt. Wenig später kam die Nachricht von der Gesetzesänderung. Der 62-Jährige kann schon mal mit dem Sprungtraining anfangen.

Die Euphorie Miklosys ist leicht nachvollziehbar. Seit Jahren tobt am Gärtnerplatz der Kampf zwischen dem Feiervolk und genervten Nachbarn. „Alkohol ist die Wurzel des Übels“, ist Alexander Miklosy überzeugt. Ein Alkoholverbot würde Parties am Gärtnerplatz unattraktiv machen. Wer feiert schon stundenlang nur mit Cola und Energy-Drinks? „Ein Alkoholverbot ab Mitternacht bis sechs Uhr morgens am Gärtnerplatz wäre sehr zielführend“, glaubt der BA-Vorsitzende der Isarvorstadt. Damit würde als Nebenprodukt auch das Problem des Alkoholkonsums von Minderjährigen angepackt.

Alle Bemühungen, den Konflikt auf andere Weise zu lösen, sind bislang gescheitert. Von der Mediation bis zum Arbeitskreis kamen zwar viele Vorschläge – zuletzt wurde der Einbau einer Toilette in die Litfaßsäule am Platz angeregt – aber geholfen haben all die kleinen Verbesserungsvorschläge bislang nur wenig. Da würde ein Alkoholverbot wie ein Befreiungsschlag wirken. Alexander Miklosy kann zwar bislang nur für sich selbst sprechen, wie er betont, aber er ist sich sicher, dass er im Bezirksausschuss eine Mehrheit finden wird: „Aus der Vergangenheit heraus glaube ich, dass der BA ein solches Alkoholverbot für den Gärtnerplatz beim Stadtrat beantragen wird.“

 

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