Fummeln und Oralsex Waldorf-Lehrer missbraucht seine Schüler

Ein Mann steht vor Gericht, der Vorwurf: Er soll seine Stieftochter 1.200 Mal missbraucht haben. Foto: Lennartz/Fotolia

Die Staatsanwaltschaft Augsburg klagt den Münchner Lehrer Gerd S. (57) an. Er soll fünf Buben im Alter von 10 und 11 Jahren missbraucht haben. Zwei sogar auf Klassenfahrt

 

München/Augsburg -  Eine vermeintlich heile Welt ist aus den Fugen geraten: An der Waldorfschule an der Leopoldstraße in München hat ein Lehrer (heute 57) unterrichtet, dem die Staatsanwaltschaft Augsburg vorwirft, fünf Buben sexuell missbraucht zu haben. Der verheiratete Mann, der im Landkreis Landsberg wohnte, wurde jetzt wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes sowie 22 Fällen des sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagt. Bis auf einen Fall handelte es sich bei den Opfern um Schüler von ihm, also um Schutzbefohlene des Lehrers.

Polizei und Justiz werfen Gerd S. vor, von Mai 1998 bis Juni 1999 sowie vom Mai 2011 bis zu den Sommerferien 2012 fünf seiner Schüler missbraucht zu haben. Sie waren zehn und elf Jahre alt. Gerd S. soll ihnen unter die Kleidung ans Geschlechtsteil gegriffen und sie gestreichelt haben, als sie bei ihm zu Hause im Landkreis Landsberg zu Besuch waren.

Zwei Mal soll er auf Klassenfahrt Buben sexuell belästigt haben. Außerdem soll Gerd S. mehrmals den Penis eines Buben in den Mund genommen haben.

Der ehemalige Waldorf-Lehrer sitzt seit Anfang Oktober 2012 in Augsburg in Untersuchungshaft. Das Strafgesetzbuch sieht Strafen für schweren sexuellen Missbrauch Strafen von zwei bis fünfzehn Jahren vor.

Wann der Prozess beginnt, steht noch nicht fest.

 

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