Für insgesamt 30 Millionen Neue Rolltreppen: Der Harras macht den Anfang

In den 100 Münchner U-Bahnhöfen gibt es 771 Rolltreppen, so wie hier am Olympia-Einkaufszentrum. Einige werden nun ausgetauscht. Foto: SWM/MVG

Start am Harras: Die Stadtwerke und die MVG erneuern in diesem Jahr 24 Rolltreppen in acht Bahnhöfen. Die Anlagen werden altersbedingt ausgetauscht.

 

Sendling - Auftakt ist am Harras: Dort werden ab Montag, 13. Januar, zwei von insgesamt neun Rolltreppen erneuert. genauer gesagt, die Rolltreppen Nr. 12 und Nr. 13, die den Bahnsteig mit dem westlichen Zwischengeschoss, dass zur S-Bahn führt, verbinden.

Der Austausch erfolgt sukzessive: Bis voraussichtlich Ende Januar wird zunächst die Rolltreppe Nr. 12 erneuert und deshalb Zweck gesperrt. Im März folgt die Anlage Nr. 13. Ihre genaue Lage zeigt www.mvg-zoom.de.

Während der Bauarbeiten stehen die Rolltreppen nicht für die Fahrgäste zur Verfügung. Sie können aber auf die benachbarte Rolltreppe, den Aufzug und Treppe ausweichen.

Fünf weitere Rolltreppen im U-Bahnhof Harras wurden bereits 2002/2003 erneuert, die verbleibenden zwei folgen zu einem späteren Zeitpunkt.

Bis Ende dieses Jahres tauschen SWM/MVG außerdem 22 weitere Rolltreppen in folgenden Stationen aus: Fraunhoferstraße, Giesing, Maillingerstraße, Ostbahnhof, Rotkreuzplatz, Stiglmaierplatz und Untersbergstraße.

Damit will die MVG das seit 2010 laufende zweite Erneuerungsprogramm über 125 Rolltreppen in 20 U-Bahnhöfen abschließen.

Insgesamt investiert man knapp 30 Millionen Euro in das aktuelle Programm. 2015 soll der Austausch mit einem neuen Programm fortgesetzt werden. Die Erneuerung von Rolltreppen erfolgt in der Regel nach rund 30 bis 35 Einsatzjahren.

Ein Weiterbetrieb würde überdurchschnittlich hohe Instand haltungs- und Reparaturkosten nach sich ziehen, vor allem, weil teilweise kaum noch Ersatzteile zu bekommen sind. Ein Austausch ist, laut MVG, daher wirtschaftlicher.

Insgesamt vezeichnen die stadtwerke und die MVG sinkende Instandhaltungskosten.

Der Grund: Die Rolltreppen sind in ein Online-Netzwerk eingebunden, das die Diagnose und Reparatur im Störungsfall erheblich erleichtert. "Die Ausfallzeiten verkürzen sich um bis zu 25 Prozent. Moderne Anlagen mit weniger Verschleißerscheinungen und kürzeren Ausfallzeiten stehen für eine hohe Verfügbarkeit – und sind damit auch für die Kunden von Vorteil", heißt es in einer Mitteilung. Alle Anlagen seien mit den neuesten sicherheitstechnischen Einrichtungen ausgestattet.

Die SWM/MVG zählen zu den größten Rolltreppen-Betreibern in Deutschland. Aktuell sind 771 Rolltreppen mit mehr als 69.000 Stufen und einer gesamten Förderhöhe von über 5.000 Metern in Betrieb.

Bis zu 6.500 Fahrgäste sind pro Stunde auf einer Rolltreppe unterwegs. Eine Stufe fährt in ihrem Leben – je nach Anlage – fast bis zum Mond, rund 350.000 km.

Trotz hoher Beanspruchung der Anlagen bezieert die MVG die Verfügbarkeit bei 95 Prozent und mehr.

Über den Betriebszustand der Rolltreppen informiert www.mvg-zoom.de – in Echtzeit.

 

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