Für die neue Sportarena im Olympiapark hat der Stadtrat am Dienstag die wesentlichen Eckdaten festgezurrt.

Neuhausen - So bequem ist die Stadt wahrscheinlich noch nie an eine neue Sportarena gekommen. Die im Olympiapark auf dem Gelände des alten Radstadions geplante Multifunktionshalle jedenfalls hat für die Stadt gleich zwei Vorteile: Die Kosten übernimmt komplett Red Bull als Investor. Wie die Arena aussehen soll, das bestimmt man aber trotzdem im Rathaus.

Am Dienstag hat der Stadtrat die wichtigsten Eckdaten für den Neubau festgezurrt. Der Stadtrat ermächtigte die Olympiapark München GmbH einstimmig, einen Vertrag mit der Red Bull Stadion München GmbH zur Errichtung einer Multifunktionshalle für Eishockey und Basketball abzuschließen. Gewünscht ist demnach eine Halle für 11.500 Zuschauer. Im VIP-Bereich soll Platz für 1.200 Gäste sein. Es soll einen Fanshop geben, ein Ticketcenter und ein Restaurant für etwa 150 hungrige Besucher.

Die Halle soll maximal 20 Meter hoch werden. Das hat mit der Geschichte des Olympiaparks zu tun. Die Olympischen Spiele von 1972 waren architektonisch schließlich ein Gegenentwurf zu den Berliner Spielen von 1936. Monumentale Protzbauten sucht man auf dem Gelände deshalb vergebens. Alles fließt dahin und integriert sich in die Landschaft. Gleiches erwartet die Stadt nun von der künftigen Multifunktionsarena.

"München braucht diese neue Eissporthalle dringend"

Die Stadt rechnet nach der Fertigstellung im Jahr 2021 mit etwa 80 Hauptveranstaltungen pro Jahr in der Halle. Den Großteil davon dürften die Spiele des EHC Red Bull München und der Basketballer des FC Bayern ausmachen. Laut Stadt könnte in der Halle aber auch mal ein Handballspiel stattfinden, ein Volleyballspiel oder ein Box-Event.

Neben der Hauptarena soll eine niedrigere Halle mit drei Trainingsflächen entstehen. Dort will auch die Stadt als Nutzerin auftreten. Auf den städtischen Eisflächen gibt es derzeit nämlich viel zu wenig Trainingskapazitäten. "Deshalb braucht München diese neue Eissporthalle auch so dringend", sagt Kristina Frank, die sportpolitische Sprecherin der CSU-Fraktion im Rathaus.

Als nächster Schritt soll nun ein geeigneter Architekt gefunden werden. Acht Architekturbüros sollen eingeladen werden, Entwürfe für die Arena zu schicken. Sind die da, wollen Stadt und Red Bull gemeinsam entscheiden, ob etwas Passendes dabei ist.