Führungsspitze der FDP Memminger Liberale haben keine Lust mehr

Die Führungsspitze der FDP tritt aus der Partei aus. Grund ist vor allem die Unzufriedenheit mit den Bundespolitikern.

 

MEMMINGEN - Der Kreisvorstand der Memminger FDP kehrt den Liberalen den Rücken. „Der gesamte Vorstand ist ausgetreten oder tritt aus”, teilte der bisherige Kreisvorsitzende Albert Schweiger gestern mit. Grund für den drastischen Schritt ist die Unzufriedenheit mit der Europa-, Bundes- und Landespolitik der Partei. „Man kann mit den Entscheidungen, die fern der Basis getroffen wurden und werden, nicht mehr übereinstimmen”, sagte er.

Neben der Spitze soll laut Schweiger auch ein „Großteil der Mitglieder des Kreisverbandes” seinen Austritt erklärt haben. Eine genaue Zahl, wie viele der insgesamt 38 Mitglieder hingeworfen haben, wollte er jedoch nicht nennen. Schweiger ist auch Stadtrat in Memmingen. Dieses Amt werde er als parteiloses Mitglied weiter ausüben und mit seinem in der Partei verbliebenen Kollegen Günther Bischoff weiterhin gut zusammen arbeiten, sagte er.

Der FDP-Landesverband kommentierte die Memminger Austritte am Dienstag gelassen. Hauptgeschäftsführer Martin Hagen sagte auf Anfrage, dass bislang noch keine einzige Austrittserklärung eingegangen sei. „Noch ist also unklar, wie viele Austritte es wirklich geben wird.” Der Bezirksvorstand Schwaben werde mit den Memminger Kollegen sprechen.

Der Landesvorstand habe sich noch nicht mit dem Vorgang befasst, sagte Hagen. Es sei ja bekannt, dass es bundesweit eine ganze Reihe von Austritten aus der FDP gegeben habe. Dass aber ein Kreisverband geschlossen zurückgetreten sei, sei ihm bislang nicht bekannt, so Hagen.

 

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