Führerschein ade Sind Sie bekifft? Polizei kontrolliert Fahrschüler

Innerhalb von wenigen Stunden hat die Münchner Polizei zwei Fahrschüler aus dem Verkehr gezogen. Beide hatten zugegeben, Joints geraucht zu haben. Allerdings viele Stunden zuvor. 

Unterhaching/Pasing - Auch wenn man gerade erst dabei ist, das Autofahren zu lernen, ist man vor Polizeikontrollen nicht gefeit. Diese Erfahrung haben zwei Münchner gemacht. Beide mussten mit aufs Revier. Denn sie hatten – nach eigenen Angaben viele Stunden vor der Fahrt – gekifft. Ihren Führerschein werden sie wohl erst einmal vergessen können.

 

Fall 1: Am Dienstag kontrollierte die Polizei nachmittags ein Fahrschulauto in Unterhaching. Der 30-jährige Fahrschüler zeigte laut Polizei „drogentypische Auffälligkeiten“ wie weite Pupillen, gerötete Bindehaut, Unkonzentriertheit. Auf die Frage, ob er Drogen konsumiert hätte, gab der Elektroniker an, dass er am Wochenende einen Joint geraucht habe. Die Polizei forderte ihn zum freiwilligen Drogenschnelltest auf. Dieser zeigte THC (Cannabis-Wirkstoff) an. Das war’s dann mit der Fahrstunde. Der 30-Jährige musste mit zur Blutentnahme.

Fall 2: Bereits am nächsten Vormittag kontrollierten Zivilfahnder einen Fahrschul-Golf auf der Planegger Straße. Als die Polizisten den Fahrschüler nach Drogen fragten, gab der Azubi (20) zu, dass er am Vorabend einen Joint geraucht habe. Es folgte das Gleiche: freiwilliger Urintest, positives THC-Ergebnis, Blutentnahme. Der Fahrschüler übergab den Polizisten auch noch den Rest Cannabis, den er zuhause hatte.

Bestätigt das Labor nun, dass die beiden Fahrschüler eine verbotene Menge THC im Blut hatten, drohen ihnen laut Polizei 500 Euro Geldbuße, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Außerdem wird die Führerscheinstelle informiert. Urteilt sie, dass die zwei „charakterlich ungeeignet“ sind für den Straßenverkehr, dürfen sie vorerst keinen Führerschein machen.

 

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