Frau unter Verdacht Anzeige bei Polizei wegen sexueller Belästigung war "frei erfunden"

30-Jährige wegen Vortäuschens einer Straftat angezeigt: Eine Anzeige wegen sexueller Belästigung und Handtaschenraub war laut Polizei "frei erfunden". Foto: dpa/AZ (Symbolfoto)

Die Anzeige einer 30-jährigen Frau aus Ismaning wegen sexueller Belästigung und Handtaschenraubs stellte sich als nicht glaubwürdig heraus. Auch die Auswertung von Videoaufzeichnungen in der S-Bahn spielten bei den Ermittlungen eine Rolle.

Ismaning - Nach Auswertungen von Videoaufzeichnungen in der S-Bahn und einigen Nachforschungen steht eine 30-Jährige aus Ismaning nach Angaben der Polizei unter Verdacht: Die Frau hatte im September vor einem Jahr Anzeige erstattet. Der Vorfall soll allerdings - wie sich im Nachhinein herausstellte -  von der Dame frei erfunden gewesen sein. 

Dies hat die Beschuldigte bei der Kripo eingeräumt, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Mittwoch mitteilte.

Bei der Anzeigenerstattung habe die Frau damals erklärt, in der S-Bahn von einer Gruppe vermutlich arabischstämmiger Männer begrapscht worden zu sein. Als sie am S-Bahnhof Germering-Unterpfaffenhofen ausgestiegen sei, sei sie dann von hinten mehrfach massiv unsittlich betatscht worden. Die Männer hätten ihr zudem ihre Handtasche entrissen.

Die Beamten stellen in ihrer Mitteilung vom Mittwoch klar: "Im Zuge der ersten Ermittlungen der Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck stellte sich heraus, dass die Geschädigte das angeblich gestohlene Bargeld lediglich an ihrem Arbeitsplatz vergessen hatte." Und weiter: "Weitere Nachforschungen und Auswertung von Videoaufzeichnungen in der S-Bahn erbrachten für die Ermittler den Verdacht des Vortäuschens einer Straftat durch die 30-Jährige zu Tage."

Bei einer Vernehmung habe sich die Beschuldigte inzwischen geständig gezeigt und ihr Handeln bedauert. Wohl aufgrund ihrer Alkoholisierung habe sie sich den Sachverhalt "zusammengereimt", heißt es in der Mitteilung.

 

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