Französische Bulldogge mit tödlicher Stichverletzung gefunden Warum musste Tyson sterben?

Die französische Bulldogge Tyson wird tot am Waldrand bei Geisenhausen gefunden. Im Nacken hat sie eine Stichverletzung. Foto: privat

Die französischen Bulldoggen Elly und Tyson entwischen aus dem Garten: Später ist einer der Hunde tot, der andere schwer verletzt

Landshut - Ein tiefer Stich im Nacken und weitere Prellungen, die von Tritten stammen könnten: Mit diesen Verletzungen ist die eineinhalb Jahre alte französische Bulldogge Tyson am Freitag in der Nähe von Geisenhausen tot gefunden worden.

In einem Waldstück entdeckte sie der Vater von Hunde-Besitzerin Sabine. Tagelang hatte die ganze Familie nach Tyson gesucht - vergeblich. Bis zum Freitagmorgen. Auf einem erneuten Streifzug sah der Vater plötzlich die französische Bulldogge, in einem Graben liegend, die Beine starr nach oben gestreckt, völlig erkaltet. Sie musste schon seit längerem tot sein.

Nach genauer Untersuchung ist sich Sabine nun sicher: Tyson hat einen tiefen Stich in den Nacken bekommen. Mutwillig, irgendjemand muss ihn wohl gesetzt haben. Tyson war voller Blut, erklärt seine Besitzerin der AZ, auch im Mund. "So kann sich kein Hund verletzen aus Versehen. Nicht im Nacken", sagt Sabine bestimmt.

Tyson bleibt die ganze Woche verschwunden - Elly darf nach Hause

Doch was ist überhaupt passiert? Die Vorgeschichte ist klar, die Tat überhaupt nicht: Am 24. September büchsen Tyson und Elly mittags durch ein unerkanntes Loch im Gartenzaun des Grundstücks der Familie aus. Nach der Heimkehr ihres Frauchens von ihrem Arbeitsplatz im Krankenhaus haben die Hunde - wie immer - ein paar Runden allein im Garten gedreht.

Als sie nach einigem Rufen und Pfeifen nicht mehr aus dem Garten auftauchen, kommt Sabine das komisch vor. Noch einen Tag zuvor hatte sie mit ihrem Mann besprochen, die Hunde mit einem GPS-Sender ausstatten zu lassen.

Die Hundebesitzerin fängt an zu suchen, "mein Gefühl wurde immer komischer", erinnert sie sich. Sie entdeckt das Loch, steigt durch und schaut auch außerhalb des Grundstücks nach den beiden Tieren. Schließlich kommt Hündin Elly zurück; seltsam kriechend, den Kopf komisch haltend.

Bei näherer Betrachtung stellt sich heraus: Eine Kopfseite ist komplett geschwollen, das Auge herausgequollen und blutrot, am Hals hat die französische Bulldogge eine klaffende, blutende Wunde.

Sofort geht's zur Tierärztin. Die vermutet auch bei Elly einen Schnitt oder Stich, mutmaßt noch, dass die Schwellung unter Umständen von einem Pferdetritt kommen könnte; doch Sabine glaubt das nicht. Elly und Tyson hätten sich nie Pferden freiwillig genähert.

Elly darf wieder mit nach Hause, braucht Antibiotika - doch Tyson bleibt die ganze Woche verschwunden. Die Familie sucht nach ihrem Hund, Sabines Eltern helfen, gehen jeden Tag in der Umgebung auf Streife. Sie setzen sich auf Felder, harren aus.

Sabine kontaktiert Hundetrailer und den Suchhundetrupp K9, bekommt wertvolle Tipps, legt Fährten mit eigener Kleidung aus, setzt Futterstellen. Alles vergebens.

Die Familie hängt Flyer aus: Am nächsten Tag wird Tyson gefunden

Am Donnerstag pflastert die Familie Geisenhausen mit Flyern anlässlich Tysons Verschwinden zu. Freitagmorgen entdeckt Sabines Papa dann den kleinen Hund; völlig unnatürlich liegend, die Beine nach oben, in einem Graben.

"Wir waren bei der Suche nur 100 Meter entfernt von ihm", sagt Sabine. Auch, dass der Hund nach dem Aufhängen der Flyer gefunden wird, kommt ihr seltsam vor. Es sei möglich, dass ihn jemand abgelegt habe. Tyson ist schwer verletzt, hat einen Stich im Nacken, Blutspuren aus den Ohren und Trittspuren im Gesicht. Die Familie ist erschüttert, erstattet Anzeige bei der Polizei.

"Ich will einfach wissen, was da los war. Und wer so etwas macht" , sagt Sabine am Sonntagmittag im Gespräch. Sie hat keinen konkreten Verdacht, es gab nie Drohungen wegen der Hunde. "Ich bin erschüttert. So etwas darf nicht passieren. Vor allem will ich nicht, dass es noch einen Hund trifft", sagt sie. Zur falschen Zeit am falschen Ort: Das treffe wohl auf Tysons und Ellys Schicksal zu.

Die Polizei in Vilsbiburg sucht nun nach dem oder den unbekannten Tätern. Hinweise zu dem Fall können an die Dienststelle abgegeben werden unter der Nummer 08741/96270.

 

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