Nach Video-Fail Fix: Kevin Trapp kehrt zu Eintracht Frankfurt zurück

, aktualisiert am 31.08.2018 - 12:17 Uhr
Kevin Trapps Vertrag bei Paris Saint-Germain läuft noch bis 2019. Foto: Federico Gambarini/dpa

Peinlich, peinlich: Eintracht Frankfurt veröffentlicht am Freitagmorgen ein Video im Internet mit dem verräterischen Satz "Kevin Trapp ist zurück" - dabei war der Tranfer noch gar nicht offiziell verkündet. Mittlerweile ist die Rückkehr des Nationalkeepers aber in trockenen Tüchern.

Frankfurt/Main - Eintracht Frankfurt ist am letzten Tag der Wechselperiode ein Transfercoup gelungen: Nationaltorhüter Kevin Trapp (28) wird vom französischen Spitzenklub Paris St. Germain zu den Hessen zurückkehren.

Der DFB-Pokalsieger veröffentlichte am Freitagmorgen ein Video im Internet ("Kevin Trapp ist zurück"), das allerdings kurz danach wieder gelöscht wurde. Die offizielle Bestätigung stand zu diesem Zeitpunkt noch aus. "Ich hatte hier drei unfassbare Jahre. Der Kontakt ist nie abgerissen", sagte Trapp, der bereits von 2012 bis 2015 für die Eintracht gespielt hatte, in dem Video: "Der Verein hat noch einmal eine tolle Entwicklung genommen, und ich freue mich, wieder Teil davon zu sein."

Tuchel über Trapp: "Er will wechseln"

Der Keeper wird zunächst für ein Jahr ausgeliehen. In Paris war Trapp hinter Gianluigi Buffon und Alphonse Areola nur die Nummer drei. Zuletzt war der 28-Jährige auch mit OGC Nizza in Verbindung gebracht worden. "Er will wechseln", sagte PSG-Trainer Thomas Tuchel am Morgen während einer Pressekonferenz: "Im Moment versucht er, bei einem Klub zu unterschreiben." Mittlerweile ist klar: Der Klub war die Eintracht.

Bei der WM in Russland in diesem Sommer zählte Trapp zum Kader von Bundestrainer Joachim Löw. "Ich hatte verschiedene Angebote, aber für mich war klar, dass - wenn ich die Möglichkeit habe zurückzukommen - ich das unbedingt machen will", sagte Trapp: "Ich bin glücklich, dass es geklappt hat. Ich habe viel Dinge vermisst. Meine Freunde, die hier noch wohnen. Sportlich gesehen die Fans, die Atmosphäre im Stadion, die Mannschaft."

Frankfurt hatte seinen finnischen Stammkeeper Lukas Hradecky nach der vergangenen Saison an den Ligarivalen Bayer Leverkusen verloren und daher den dänischen Nationalkeeper Frederik Rönnow von Bröndby IF verpflichtet. Zudem holte die Eintracht in diesem Sommer schon Felix Wiedwald (28) zurück, der von 2013 bis 2015 in Frankfurt gespielt hatte.

Rönnow verletzte sich in der Vorbereitung auf die laufende Saison am Knie, wurde aber rechtzeitig zum Pflichtspielstart fit. Bei den ersten Auftritten für die Eintracht zeigte er allerdings durchwachsene Leistungen. Ein Umstand, welcher die Verantwortlichen zum Umdenken bewogen hat. "Nun aber bot sich uns die Chance, mit Kevin einen Torhüter zu verpflichten, der nicht nur sofort spielbereit, sondern auch eine absolute Identifikationsfigur mit großem Führungspotential ist", sagte Eintracht-Sportdirektor Bruno Hübner.

 

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