Frankfurter Radrennen abgesagt Vereitelter Anschlag: LKA geht von Mittätern aus

Nach dem Bombenfund in Oberursel ist der Radrennklassiker in Frankfurt abgesagt worden. Trotzdem sind einige Radfahrer mit Polizeibegleitung auf die Strecke gegangen. Foto: dpa

Auch nach der Festnahme eines Islamisten-Paares in Oberursel ist die Anschlagsgefahr nicht gebannt. Das LKA vermutet weitere Mittäter und Verbindungen zur islamistischen Szene.

 

Wiesbaden - Nach der Festnahme eines verdächtigen Islamisten-Paares sieht das hessische Landeskriminalamt die Gefahr eines Anschlags noch nicht gebannt. "Wir müssen wissen, ob es Mittäter gibt, die noch agieren oder schon agiert haben", sagte ein LKA-Sprecher am Freitag in Wiesbaden.

Das geplante Radrennen "Rund um den Finanzplatz Frankfurt-Eschborn" war am Donnerstag aus Sicherheitsgründen abgesagt worden, weil die Ermittler nicht ausschließen können, dass es weitere Beteiligte gab.

Gegen das Paar, das türkische Wurzeln hat, hatte ein Richter am Donnerstagabend Haftbefehl erlassen. Sie werden der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat verdächtigt. Die Behörden vermuten, dass das Paar einen Terroranschlag plante und möglicherweise das Radrennen im Visier hatte.

Am Donnerstag hatte die Präsidentin des hessischen Landeskriminalamts, Sabine Thurau, erklärt, dass bei dem Ehepaar Material sichergestellt wurde, das geeignet sei, eine Vielzahl von Menschen zu töten oder zumindest schwer zu verletzen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass das Paar Verbindungen zur islamistischen Szene hatte. "Es gibt nichts, was diesen Verdacht abschwächen oder widerlegen könnte", sagte der Sprecher.

 

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