Forum Humor So soll das Konzept aussehen

Die ehemalige Viehmarkt Bank im Schlachthofviertel. Foto: Forum Humor

Die Kuratorinnen des geplanten Forum Humor haben ihr erstes Rohkonzept vorgestellt

 

Der erste Schritt zum Forum Humor ist ja bereits gemacht: Nach zehn Jahren intensiver Vereinsarbeit beschloss der Stadtrat im Juli, die Entstehung des Forum Humor in der ehemaligen Viehhofbank weiter voranzutreiben. Bei einer Diskussionsrunde im Werkraum Knauss präsentierten nun die beiden Kuratorinnen Susanne Wensing und Prof. Nicola Lepp ihr erstes Rohkonzept für die Basisausstellung.

Mit dabei waren auch die Forums-Vorsitzenden Reinhard Wittmann und Marianne Wille, Fördervereins-Gründerin Meisi Grill und Kabarettist Bruno Jonas. Der stellte die Kernfrage des Abends: „Mit welchem Gefühl sollen die Besucher das Museum verlassen?“

Die Dauerausstellung soll in jedem Fall nicht zu museal werden – geplant ist ein offenes Forum für Humor und komische Kunst. Neben der Dauerausstellung, die in der ersten Etage der Viehmarkt-Bank in der Zenettistraße auf 500 Quadratmetern entstehen soll, ist auch Raum für eine Experimentierbühne geplant, für Vorträge, Workshops und Symposien.

Ein gigantisches Furzkissen

Wensing und Lepp arbeiten im Moment mit 21 Begriffen, die unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema Humor aufzeigen sollen. Da fallen Wörter wie Erwartung, Verunsicherung, Verzerrung, Ansteckung, Entladung und Übertreibung – Humor soll in diesem Museum nicht nur erklärt, sondern vor allem erfahren werden. Und der Besucher selbst soll Akteur des Humors werden. Die Ausstellung selbst, so die Idee, soll zu einer Aufführung werden: theatralisch, körperlich, erfahrbar.

Die Rede ist von verdrehten Räumen, riesigen und viel zu kleinen Möbeln, Zerrspiegeln, Möbeln zum Anziehen, „einem gigantischen Furzkissen“. Von einem wimmelbuchartigen Erlebnis, Lachautomaten sowie Dada-Sounds – und Lachyoga. Verschiedene Komödianten könnten als Audioguides die Besucher durch die Ausstellung führen.

Auch die Werke und Karikaturen der größten Satire-Künstler sollen Raum erhalten, von Karl Valentin über Tomi Ungerer und Peter Gaymann. Außerdem sollen die Grenzen des Humors aufgezeigt werden, etwa Tabus und gesellschaftliche Konventionen.

Offen ist die Frage, ob man nun lautstark lachend oder belehrt aus dem Forum Humor treten soll. „Es muss noch bunter werden“, findet Meisi Grill in der naturgemäß fröhlichen Diskussion. Und Reinhard Wittmann fragt, wie viele der von den Kuratorinnen vorgestellten Humor-Themen sich auf 500 Quadratmeter unterbringen lassen.

Und noch eine zentrale Frage ist weiterhin offen: mit welcher Summe sich der Freistaat Bayern beteiligen wird. Der Wunschtermin für die Eröffnung existiert jedenfalls schon mal: Gerhard Polts 80. Geburtstag im Jahr 2022.
Und für den Eintrittspreise gibt es schon eine Idee: Je länger der Besucher bleibt, desto günstiger soll es werden.

 

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