Forstenried Der Action-Krimi aus dem Netz

Die Teitelbaum-Filmcrew vor den Langerhallen "My Place" in Fürstenried-Forstenried. Foto: Teitelbaum

Das Bayerische Fernsehen unterstützt jetzt den Spenden-Krimi "Warum Siegfried Teitelbaum sterben musste". Die AZ war beim ersten Drehtag dabei.

Forstenried-Fürstenried - Plötzlich schreit eine Männerstimme: "Gänge frei machen. Ruhe, bitte. Handys auf Flugmodus!" Dann die Ansage: "Kamera läuft. Teitelbaum die Erste." Erster Drehtag für den Kino-Action-Film „Warum Siegfried Teitelbaum sterben musste" in der Lagerhalle "My Place" an der Meglingerstraße 48 in Forstenried-Fürstenried.

Wie berichtet, ist das Projekt eine Idee von Fotograf und BR-Kameramann Bogdan Kramliczek und Regisseur Axel Steinmüller. Realisieren können sie ihren 90-Minuten-Streifen durch Spenden und Sponsoren. Über das so genannte „Crowdfunding" sammelten sie vor ein paar Wochen die ersten 10 000 Euro ein.

Jetzt ist einer der ganz Großen mit im Teitelbaum-Sponsor-Boot: Das Bayerische Fernsehen (BR) geht bei der Filmförderung jetzt auch neue Wege und unterstützt erstmals durch einen geplanten Linzenzkauf die Killerkomödie. Die bereits vor Drehstart gefertigten Clips haben die BR-Verantwortlichen überzeugt. Ganz happy kann man die Teitelbaum-Crew jetzt mit mit einem Kleintransporter-sponsoring machen, um das Filmmaterial sicher zu transportieren.

Kramliczik  und Steinmüller starteten vor Monaten den Teitelbaum-Hype im Internet. Über Facebook fand sich das Team zusammen. Keine Hobby-Film-Crew. Jeder aus dem Team arbeitet unter der Woche als Cutter, Kameramann, Tontechniker , Fotograf, Producer oder Stylist. Für Teitelbaum stehen sie deshalb nur am Wochenende zur Verfügung.

Durch das Internet sind auch bekannte Schauspieler wie Michael Mendl („Tatort", "Im Schatten der Macht"), Joseph Hannesschläger („Rosenheim-Cops") und Maik van Epple („Dahoam is Dahoam, "Der Bergdoktor", „Marienhof") mit dabei.

„Teitelbaum ist ein Gangster, der überall seine Hände im Spiel hat und die ganze Welt manipuliert. Die offiziellen Stellen kommen nicht mehr weiter", erklärt Regisseur Axel Steinmüller. Seine Gegner sind Joseph „Dante" Hannesschläger und Hauptdarsteller Maik van Epple alias „Stefán". Er soll Teitelbaum ausschalten. Seine Chefin ist „Lady von Prittwitz-Schmidt". Ihr wurde der Auftrag inoffiziell zugespielt. Sie wird gespielt von Annette Kreft.

Einer der Running-Gags ist die Erdnuss-Schoko-Creme-Mischung „Superchunk". Erst nach Genuss des süßen Brotaufstrichs kommt „Stefán" so richtig in Killer-Laune. Seine Lebenspartnerin „Samantha", gespielt von Michelle Monballijn („Bergdoktor", „Um Himmels Wille") kauft leider manchmal die falsche Mischung und es kommt zum Streit.

Von seinem Killerleben ahnt sie nichts. Eine dieser Szene ist am ersten Drehtag in der Lagerhalle „My Place", die Teitelbaum auch sponsert, gedreht worden. Als die Klappe fällt, geht "Stefán" den Gang zwischen kühlen Blechwänden entlang. In der Hand hält er einen Leinenbeutel. Dann reißt er eine der blauen Türen auf. Hier ist sein Waffenlager.

Die Szene dürfte im Film höchsten einige Sekunden zu sehen sein. Die Teitelbaum-Crew braucht mit dem aufwendigen Aufbau fast zweieinhalb Stunden. Dennoch haben Kramliczek und Steinmüller nur 25 Drehtage eingerechnet: „Das ist bisher der Plan. Wir werden in München und Budapest drehen." Mehr als 40 000 Euro soll der Film nicht kosten, der ausschließlich mit hochwertigen Spiegelreflex-Kameras und mit Zeiss- und Tamron-Objektiven gedreht wird. Für das Licht sponsert "Feldmann LED" und das Catering am Set stellt der Italiener "Luigi Al Mercato".

 

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