Formel 1 Eis, eine Panne und Schumi-Gejammer

Der F10 – eine ver- längerte Version des Vorgängers? Foto: dpa

Ferrari präsentiert als erstes Formel-1-Team den neuen Wagen, doch die Hausstrecke in Fiorano ist zu glatt für die Probefahrt. Boss di Montezemolo weint dem abtrünnigen Rekordchampion nach.

 

MARANELLO Es hätte wirklich besser laufen können für Ferrari. Erst jammerte Boss Luca di Montezemolo, über die Tatsache, dass sein Liebling Michael Schumacher nun für Mercedes: „Ich habe mit meinem Angebot an Schumacher, den verletzten Felipe Massa zu ersetzen, sein Feuer wieder entfacht.“ Und dann ging am Donnerstag bei der Präsentation des neuen Formel-1-Wagens in der Firmenzentrale in maranello einiges daneben.

Zwar enthüllte die Scuderia als erstes Team ihr Auto, doch Eis auf der Hausstrecke in Fiorano verhinderte die geplante Probefahrt des F10. Zudem schauten die Tifosi bei der Saisoneröffnung des Rennstalls buchstäblich in die Röhre, weil die versprochene Live-Übertragung im Internet an technischen Mängeln scheiterte.

Allerdings verpassten sie dann tatsächlich eine Sie verpassten eine Zeremonie der großen Emotionen. „Das ist ein ganz besonderes Gefühl für mich. Wir wollen die Ferrari-Fans in aller Welt stolz machen und mit diesem Auto den Titel holen“, sagte Neuzugang Fernando Alonso. Der Spanier und sein Teamkollege Felipe Massa sollen Ferrari zurück an die Spitze führen und dem abtrünnigen Schumacher davonfahren. „Diese WM ist sehr wichtig für uns“, sagte Teamchef Stefano Domenicali.

Im Vorjahr legte Ferrari einen Fehlstart mit drei Nullnummern hin und war auch danach nur selten konkurrenzfähig. Nur dem inzwischen abgeschobenen Finnen Kimi Räikkönen gelang in Belgien ein Grand-Prix-Sieg. „Es ist wichtig, dass wir unsere Glaubwürdigkeit wiederherstellen“, forderte di Montezemolo in seiner Eröffnungsrede mit Blick auf den am 14. März in Bahrain beginnenden Titelkampf.

Vor allem der zweimalige Weltmeister Alonso gilt als Titelhoffnung. „Er ist schon unter den großen Champions der Formel 1. Es ist der richtige Moment für ihn und für uns“, so Domenicali.

 

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