Die Stadt München plant eine Klage gegen die Verlegung der Polizei-Hubschrauber. Der Umzug der Flugstaffel nach Oberschleißheim steht damit auf der Kippe.

Oberschleißheim - Nach der Gemeinde Oberschleißheim will nun auch die Stadt München gegen die Verlegung der bayerischen Polizeihubschrauberstaffel klagen.

Nach Ansicht von Stadtbaurätin Elisabeth Merk (parteifrei) habe die Regierung von Oberbayern bei der Genehmigung des neuen Landeplatzes den Lärmschutz für die Anwohner im Münchner Norden nicht ausreichend berücksichtigt. So sei unter anderem nicht geprüft worden, ob eine Abschirmung des Flugplatzes die Lärmbelastung im nördlichen Hasenberg minimieren könnte.

Einspruchsfrist läuft am Donnerstag aus

Um derartige Schutzmaßnahmen noch erzwingen zu können, will die Stadt beim Münchner Verwaltungsgericht nun Klage einreichen. Die Zeit drängt dabei ein bisschen. Die Einspruchsfrist läuft diesen Donnerstag nämlich aus. Noch am Mittwoch will sich der Stadtrat deshalb mit der Angelegenheit befassen.

Die Helikopter der Landespolizei sollen vom Münchner Airport dorthin verlegt werden, wo auch die Hubschrauber der Bundespolizei schon stationiert sind – auf den Flugplatz in Oberschleißheim. Das Luftamt Südbayern erwartet dort künftig etwa 6.500 Flugbewegungen im Jahr, davon knapp 1.000 bei Nacht.

Die Stadt kommt mit der Klage auch den Forderungen von Lokalpolitikern aus dem Münchner Norden nach. Diese hatten sich schon länger für eine neue Standortsuche starkgemacht.