Flughafen Eine Million für den Bürgerentscheid

Das Bündnis für die dritte Startbahn (v.l.): Bernhard Loos (Bürgerinitiative für die 3. Startbahn), Josef Schmid (CSU), Alexander Reissl (SPD), Michael Mattar (FDP), Michael Kerkloh (Flughafen München), Manfred Rothkopf (IHK) Foto: dpa

Flughafengegner klagen über Millionenzuschuss des Flughafens für den Bürgerentscheid.

 

München - Mit einer Million Euro wird der Flughafen das Bündnis „JA zur 3. Startbahn“ unterstützen. Das geht aus einer Antwort des Finanzministeriums an den Landtagsabgeordneten Mannfred Pointner (FW) hervor.

Darin heißt es: „Nach Auskunft der Flughafen München GmbH hat die zuständige Geschäftsführung beschlossen, im Rahmen ihres Engagements einen Betrag von bis zu einer Million Euro aufzuwenden.“ Das Geld ist für Werbeträger, Medienmittel, Druckkosten, Anzeigen, Bildnutzungs- und Gema-Gebühren, Programmierkosten, Infostände, Referenten, Moderatoren und eine Agentur vorgesehen. Die Messe München sei nur ideell an der Kampagne beteiligt und gebe kein Geld.

Auf Druck der Startbahngegner ist der Olympiapark aus dem Bündnis ausgeschert. Die Gegner erklären, sie hätten bisher 60 000 Euro für ihre Kampagne gesammelt.

„Diese von mir erzwungene Transparenz offenbart nun, was wir schon im Voraus vermutet haben. Beim Münchner Bürgerentscheid am 17. Juni ist keine finanzielle Waffengleichheit gegeben. Die Befürworter schöpfen aus dem Vollen", so Mannfred Pointner:

Prof. Dr. Michael Piazolo, einer der Sprecher des Bündnisses gegen die dritte Startbahn, meint: „Auch mit einer Million Euro werden die Argumente der Befürworter nicht besser! Wir werden den finanziellen Nachteil durch unser bürgerschaftliches Engagement wettmachen." Die Münchner würden sich "nicht von den eingesetzten Geld- und Werbemitteln beeinflussen" lassen.

Am 17.Juni sind die Münchner aufgerufen, in einem Bürgerentscheid über eine dritte Start- und Landebahn abzustimmen. In den anderen betroffenen Orten gibt es keine Abstimmung!

 

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