Flugbegleiter-Streik München: Fast die Hälfte der Lufthansa-Flüge soll ausfallen

Wegen des Streiks der Flugbegleiter bei der Lufthansa werden am Freitag am Flughafen München rund die Hälfte der geplanten 630 Flüge der Airline ausfallen

 

München  - Von den für München geplanten 20 Langstreckenverbindungen voraussichtlich die Hälfte gestrichen, sagte Lufthansa-Sprecherin am Donnerstag auf dapd-Anfrage. „Wir werden morgen aber etwas mehr als die Hälfte des Europa-Angebots durchführen können.“ Dies sei möglich, weil Regionalgesellschaften wie Cityline, Air Dolomiti und Augsburg Airways vom Streik nicht betroffen seien.

Trotz der zahlreichen Annullierungen erwartet die Airline für Freitag kein Chaos auf dem Flughafen München. Dank einer langen Vorlaufzeit hätten die Passagiere frühzeitig umgebucht werden können, sagte die Lufthansa-Sprecherin.

Am Dienstag, dem ersten Streiktag des Kabinenpersonals in München, wurden am Flughafen rund 150 Feldbetten für gestrandete Passagiere aufgebaut. Solche Szenen würden sich am Freitag sicherlich nicht wiederholen, sagte die Sprecherin. „Wir rechnen damit, dass morgen nur noch sehr wenige Leute zum Flughafen kommen.“

Auch die Flughafengesellschaft FMG rechnet mit einem eher ruhigen Streikverlauf. Die Passagiere hätten sich mehrere Tage auf den Ausstand einstellen können. „Wir glauben, dass viele umgebucht oder storniert haben“, sagte ein Sprecher.

Die Flugbegleitergewerkschaft UFO hatte das Kabinenpersonal der Lufthansa an den Standorten Frankfurt am Main, München, Düsseldorf, Berlin, Hamburg und Stuttgart für Freitag ab 0.00 Uhr zu einem 24-stündigen Ausstand aufgerufen. Am Standort München sind nach Lufthansa-Angaben rund 4.600 Flugbegleiter stationiert. UFO macht jedoch keine Angaben, wie viele von ihnen gewerkschaftlich organisiert sind.

 

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