Flugangebot wächst Branche: Air Berlin-Lücke bald wieder gefüllt

Nach der Air Berlin-Insolvenz befindet sich das Angebot an deutschen Flughäfen seit Januar wieder im Wachstum. Schätzungen zufolge wird die Kapazitätslücke, die Air-Berlin hinterlassen hat, im März fast komplett kompensiert sein.

 

Berlin - Die Air Berlin-Pleite wird sich für die Fluggäste in Deutschland bald nicht mehr in den Flugplänen bemerkbar machen.

Zwar waren von Oktober bis Dezember 2017 für die Passagiere 21 Prozent weniger Sitzplätze im Angebot als im Vorjahreszeitraum, sagte Matthias von Randow, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft, in Berlin. "Seit Januar erhöht sich das Angebot aber wieder, im März wird die Kapazitätslücke fast vollständig kompensiert sein."

Ticketpreise sollen sich nicht erhöhen

Besonders Easyjet, Lufthansa und ihre Tochter Eurowings stießen in die Lücke, die Air Berlin hinterlassen habe. Im Sommer wird nach Prognose des Branchenverbands das Angebot größer sein als vor der Air Berlin-Insolvenz.

Deutliche Preissteigerungen für die Tickets seien nicht in Sicht. "Im Luftverkehr besteht weiterhin erheblicher Wettbewerb, damit hält der Druck auf die Preise an", sagte von Randow. Für Marktwachstum sorgen demnach vor allem Billigflieger.

Die Pleite der zweitgrößten deutschen Gesellschaft hat im vergangenen Jahr das Wachstum der deutschen Airlines gedämpft. Zwar verkauften sie 3,1 Prozent mehr Flugkilometer an die Passagiere - ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahreswachstum von 1,4 Prozent. Ohne die Air-Berlin-Insolvenz hätte es aber einen Zuwachs von 5 Prozent gegeben, errechnete der Verband.

 

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