Flüchtlingskrise Augsburger Landrat an Merkel: Kurs ändern oder Rücktritt

Martin Sailer (CSU) fordert ein Einlenken der Kanzlerin. Andernfalls müsse sie zurücktreten. Foto: dpa/AZ

Der CSU-Landrat Martin Sailer aus Augsburg hat die Bundeskanzlerin wiederholt zum Rücktritt aufgefordert, sollte sie ihrer Linie in der Flüchtlingspolitik treu bleiben wollen.

 

Augsburg - Der Augsburger CSU-Landrat Martin Sailer hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, entweder ihre Flüchtlingspolitik zu ändern oder zurückzutreten. "Die nach wie vor sehr sture Haltung der Kanzlerin in Kreuth hat mich dazu bewogen, Klartext zu reden", sagte Sailer der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag). Zuvor hatte er sich schon im Bayerischen Rundfunk ähnlich geäußert: "Ich fordere den Rücktritt, wenn sie diesen Kurs nicht ändert", sagte er dem Sender.

Kein Glaube an europäische Lösung der Flüchtlingsfrage

Dass Merkel an dem Satz "Wir schaffen das!" festhalte, sei "desaströs". Der Chef der Kreisbehörde sagte dem BR: "Sie schadet unserem Land, das ist eindeutig. Die Stimmung kippt im Land, nicht erst seit den Ereignissen in Köln." In den nächsten zwei, drei Monaten müsse nun erkennbar sein, dass der Zustrom der Asylbewerber zurückgehe, sagte Sailer der Zeitung. Er fürchte, die von der Kanzlerin angestrebte europäische Lösung werde nicht kommen.

Merkel hatte zuvor bei der Klausur der CSU-Landtagsfraktion in Wildbad Kreuth nochmals ihre Linie gegen die Kritik aus Reihen der Christsozialen verteidigt.

 

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