Flüchtlingshelfer Die Stadt sagt Danke - mit einem Konzert

Peter Brugger von den Sportfreunden ist nicht der einzige: Unter anderem kommen auch Fettes Brot, Wanda, Wolfgang Niedecken und The Notwist. Foto: dpa

Anpacken lohnt sich also: Die Flüchtlingshelfer vom Hauptbahnhof werden mit einem kostenlosen Konzert beschenkt.

 

München - Sie haben Durst gelöscht und Sorgen zerstreut. Sie haben Wasserkisten geschleppt und an Kinder Spielzeug verteilt. Sie haben gewerkelt und geschuftet, Tag und Nacht, nicht selten auf eigene Rechnung. Dafür will die Stadt den Flüchtlingshelfern vom Hauptbahnhof jetzt Danke sagen – und zwar mit einem kostenlosen Konzert.

Das Programm kann sich dabei durchaus sehen lassen. Fest zugesagt haben bislang unter anderem namhafte Künstler wie die Sportfreunde Stiller, Wolfgang Niedecken oder die gerade extrem angesagten Ösi-Punker von Wanda. Das Konzert soll, so Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD), „ein herzliches Dankeschön an all die Helfer sein, die sich für München engagiert haben.“

Die Idee für das Konzert geht zurück auf den Münchner Kleinkunst-Tausendsassa Till Hofmann. Der hat sich zusammen mit seinen Kollegen von der Initiative „Bellevue di Monaco“ in der Bandszene umgehört – und bei der Gelegenheit auch gleich zahlreiche Zusagen für das Gratis-Konzert eingesammelt.

Stattfinden wird das Konzert am Sonntag in einer Woche – und zwar auf dem Odeons- oder dem Königsplatz. Die Stadt prüft derzeit noch, wo so eine spontane Veranstaltung besser untergebracht ist – hat aber gestern per Stadtrats-Eilbeschluss schon zugesagt, sich mit 150 000 Euro an der Organisation zu beteiligen.

„Wir wollten sicherstellen, dass die Stimmung positiv bleibt“, sagt Hofmann. Die Belastung ist ja schließlich auch alles andere als gering.

Allein in der zweiten Septemberwoche kamen an die 60 000 Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof an, die Stadt muss in diesem Jahr ungefähr 12 000 Bettenplätze schaffen (siehe Kasten unten). Da ist jeder irgendwie mit betroffen.

Das Konzert ist deshalb auch nicht für die Flüchtlingshelfer alleine, sondern für jedermann. Am 11. Oktober wird also gratis gerockt – den Flüchtlingen sei Dank.

 

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