Fitness-Guru bei 1860 Zvonko Komes: Er ist der wichtigste Löwen-Neuzugang

Der neue Fitness-Guru bei 1860: Zvonko Komes (r.) mit Löwen-Profi Maximilian Wittek (l.). Foto: sampics/Augenklick

Zvonko Komes soll die Löwen fitmachen. „Er entwickelt ein Gefühl für die Spieler“, erklärt der neue 1860-Trainer Kosta Runjaic.

 

München - Der Chef und sein Zuarbeiter verstehen sich blind. Zvonko Komes ist der vielleicht wichtigste Mann für Löwen-Trainer Kosta Runjaic. Wenn der Boss auf dem Feld Spielformen mit den Spielern einübt, beäugt der 57-Jährige kritisch von der Seitenlinie die Bewegungsabläufe der Sechzger-Profis.

Komes, schlank, braungebrannt, graues Haar, stets freundliches Auftreten, gilt in der Branche als Fitness-Guru. Er schaute sich einst Trainingsinhalte beim FC Chelsea, dem FC Liverpool und dem FC Barcelona ab, arbeitete als Konditionstrainer für Bayer Leverkusen und den FC Bayern. „Er entwickelt ein Gefühl für die Spieler, schaut, wer in der Lage ist, was umzusetzen“, erklärt Runjaic im Gespräch mit der AZ.

Ihre Zusammenarbeit ist eng, die Aufgabenverteilung klar. „Der Cheftrainer gibt die Strategie vor, das, was er von mir braucht“, erzählt Komes. „Ich muss schauen, welche Spieler zu dieser Strategie passen.“ Er liebe Pressing, wenn Spieler aggressiv draufgehen, schildert er im Gespräch mit der AZ. „Jetzt müssen wir schauen, ob dieser Fußball zu Sechzig passt.“ In den Übungen gebe es kein trockenes Laufen. Bei jedem Schritt müssten die Spieler eine Entscheidung treffen, erklärt Komes.

Komes stellt Bundesliga-Anforderungen an Löwen

Um zu ermitteln, wie fit die Profis sind, hat er anhand verschiedener Leistungskriterien eine Linie – gemessen an Bundesliga-Anforderungen – festgesetzt. Neben Ausdauer und Kraft gehört zu seiner Methodik, zu analysieren, wann die Spieler wieviel essen und schlafen. Das erklärt auch die langen Pausen zwischen den Trainingseinheiten unter Runjaic.

Dieser lässt die Löwen-Profis erst am späten Nachmittag wieder antreten, was die Regeneration fördern soll. Der Chef erklärt wiederholt, dass Komes für sein Engagement in Giesing auf reichlich Geld verzichtet habe. Der Kroate habe eine ganz andere Motivation: „Ich habe sehr schöne Erinnerungen an meine erste Zeit in München“, erzählt er. „Ich möchte meine Karriere hier beenden, nochmal Erster sein“.

 

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