Finale in der Regionalliga Atemlos durch die Liga: Was Sechzig noch besser machen muss

, aktualisiert am 12.03.2018 - 06:53 Uhr
Weiter Tabellenführer: Die Löwen beim 3:0 in der Regionalliga gegen Seligenporten am Freitag. Foto: sampics/Augenklick

Die Löwen siegen, Verfolger Bayern zieht nach. Und Trainer Bierofka ist trotz des 3:0 gegen Seligenporten nicht ganz glücklich.

München - Wie heiß ist er denn nun eigentlich, dieser Atem? "Ich habe ja im November auf unserer Jahreshauptversammlung gesagt, dass die Konkurrenz in der Regionalliga unseren heißen Atem spürt. Und mittlerweile ist dieser Atem bei nur mehr vier Punkten Rückstand um ein paar Grad heißer geworden", erklärte Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge kürzlich: "Unser Ziel ist jetzt ganz klar, Meister in der Regionalliga zu werden."

Besagte Viertliga-Konkurrenz des FC Bayern namens TSV 1860 ließ nach Rummenigges Kampfansage zuerst einmal Taten sprechen. Rein vom Ergebnis her betrachtet gaben sich die Löwen beim 3:0 am Freitagabend gegen den SV Seligenporten keine Blöße, doch von einer souveränen Vorstellung waren die Löwen laut Trainer Daniel Bierofka weit entfernt.

Der 39-Jährige hatte auch eine Antwort auf die Meisterpläne des Verfolgers parat, der ebenfalls siegte. Die AZ zeigt, welche deutlichen Worte Bierofka über die Bayern und seine eigene Elf verlor.

"Es ist wichtig für uns, Druck auf die anderen Teams aufzubauen"

Von Bayern und Löwen: Die Giesinger legten vor, die kleinen Bayern zogen nach: Am Samstag gewann die U23 des roten Rivalen gegen den FC Augsburg II mit 2:1 und hat somit wieder sechs Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Sechzig.

Und Rummenigges Aussagen? "Es ist legitim von ihm. Das kann er ja sagen", so der Löwen-Dompteur dazu, "sie haben die Mannschaft dazu, und es war ihr erklärtes Ziel. Es ist für uns daher nichts Neues, dass sie Meister werden wollen." Und dennoch: Davon wolle man sich "nicht beirren lassen", denn: "Wir wollen unseren Weg weitergehen." Am Ende werde man "sehen, was dabei herauskommt" - und ob 1860 einen längeren (heißen) Atem hat als die Bayern.

Weiß-blaue Grundsatzkritik: Ein 3:0 klingt nach einer klaren Sache, doch die Sechzger taten sich gegen Seligenporten lange schwer und offenbarten in der Defensive eklatante Schwächen. Grund genug für Bierofka, deutlich Kritik zu üben: "In der ersten Halbzeit war es ärgerlich. Ich hatte darauf hingewiesen, dass Seligenporten gute Spieler im Umschaltspiel hat. Da waren wir naiv, da war ich überhaupt nicht zufrieden." Die Ansage an seine "Naiv-Löwen": mehr Souveränität!

Lob für den Doppelpacker: Markus Ziereis gab wie bereits gegen Buchbach (2:1) den Türöffner und legte diesmal noch einen zweiten Treffer nach - seine Saisontore Nummer acht und neun.

Bierofka über seinen treffsicheren Angreifer: "Mit einem Stürmer, der Tore schießt, ist man immer zufrieden." Und dann witzelt er: "Gegen Buchbach hat er drei Meter vor dem Tor für den Gegner ‚geklärt'. Da haben wir Späße drüber gemacht. Aber er ist grundsätzlich bekannt dafür, dass er weiß, wo das Tor steht."

Bierofkas Heim-Rechnung: Zwei Heimspiele, sechs Punkte. Jetzt gilt es für Sechzig, am Mittwoch um 19 Uhr gegen Schlusslicht FC Unterföhring (bis gestern noch Restkarten verfügbar) das Heimspiel-Triple nachzulegen. Der Trainer: "Es ist wichtig für uns, Druck auf die anderen Teams aufzubauen. Jedes Spiel, das wir gewinnen, müssen sie nachziehen."

Was seine Elf dazu liefern muss, dass Bayern und Co. auf Distanz gehalten werden können: Siege. Noch besser: souveräne Siege.

 

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