Filmpremiere im München "Wer's glaubt, wird selig" im Mathäser

Stars und Strenchen bei der Premiere des neuen Films mit Hannelore Elsner und Christian Ulmen "WER`S GLAUBT WIRD SELIG" im Mathäser Kino in München - hier sehen Sie die Bilder. Foto: dpa

Zur großen Premiere des neuen Films von Marcus H. Rosenmüller kamen 1100 Gästen, darunter Hannelore Elsner und Christian Ulmen. Graeter amüsiert sich.

 

Im Zeitalter des Codes – wer’s glaubt, wird selig – geht nichts mehr ohne Code. Meiner hieß für diesen Abend im premierenerprobten Filmpalast „Mathäser“: I5H2Y3P7. Es war der „persönliche und nicht übertragbare“ PIN für das elektronische Ticket der Erstaufführung des neuen Streifens von Marcus H. Rosenmüller „Wer’s glaubt, wird selig“, eine amerikanische Posse in bayerischer Postkarten-Idylle mit Hannelore Elsner in einer größtenteils toten Nebenrolle mit großen offenen Augen selbst als Leiche.

Bei Roman Polanski könnte sie sich für den nächsten transylvanischen Thriller vormerken lassen. Als gescanntes Premieren-Mitglied erhielt ich an den von Menschenschlangen eingesäumten Flachbildschirm-Countern mein „Freie Platzwahl“-Ticket und das obligatorische Bändchen für die Party danach. Die freie Platzwahl war begrenzt, weil in Kino 6 die Hälfte der Sitze mit großen weißen Reservier-Schildern ausgewiesen waren. Zwei volle Reihen ganz hinten lauteten auf den Namen Thorsten Koch. So mussten sich Radio Gong-Chef Georg Dingler und seine charmante Frau Martina mit einem Rasierplatz zufrieden geben, obwohl sie früh dran war.

Kino-Besitzer Steffen Kuchenreuther holte die beiden schließlich nach hinten in die VIP-Szenerie. Dingler nach der Aufführung „Wer’s glaubt, wird selig“: „Ich habe mich sehr amüsiert.“ Das Publikum war pharmazeutisch gewappnet. Auf den Kino-Stühlen lag ein Säckchen mit Nivea-Cremes „gegen Lachfältchen“ bereit. Der Streifen ist ein hoffnungsvolles Alpenglühen im vergessenen deutschen Film. Es wurde viel gelacht, aber am meisten über den urigen Regisseur Marcus H. Rosenmüller, der auf der Bühne ungeniert kundtat, dass er zum Bieseln müsse und von seiner Assistentin (feierte 50.sten) immer die Hand hält, wenn er Angst kriegt.

Rosi stellte – vom Humor Heinz Erhardts angetan – wirbelnd und haspelnd sein Team vor. Im Rampenlicht standen 32 festliche Jeans und drei Darstellerinnen dem Premieren-Anlass entsprechend gedresst – Hannelore Elsner, Lisa Maria Potthoff und Billy Zöckler (Sekretärin von Baby Schimmerlos Franz Xaver Kroetz in „Kir Royal“). Natürlich auch die beiden Jung-Produzenten Quirin Berg, der wie ein junger Römer aussieht, und sein Partner Max Wiedemann, zwei tüchtige Filmkaufleute, die viele Sponsoren, darunter FFF Bayern, FF 1, und Deutscher Filmförderungsfonds, einspannen konnten.

Auch die ARD Degeto und der BR stehen hinter dem Film. In der Alpen-Komödie von Rosenmüller kommen viele Wunder vor. Ein großes vollbrachte live „H’ugo’s“-Chef Ugo Crocamo, der seinen Spaghetti-Salon total ausräumte, damit die 1100 Premieren-Gäste, darunter die Filmschauspielerinnen Olivia Pascal und die Klaus-Lemke-Entdeckung Sina sowie Mario-Adorf-Manager Michael Stark großzügig feiern konnten. Seine Mitarbeiter waren blitzschnell und freundlich, was viele Berufs-Caterer neidisch machen könnte. Ein hübsches skandinavisch anmutendes Wesen stach im Steh-Partygewühl bei Trüffel-Pizza hervor.

Es war die selbstbewusste Natascha Grün, Freundin von Produzent Quirin Berg, die als Model und Designerin sich ihre eigenen Sporen verdienen will. Hannelore Elsner zeigte sich blendender Laune und unterhielt sich mit BR-Fernsehdirektorin Bettina Reitz, was nie schaden kann. Regisseur Rosi hing mit Filmkomponist Gerd Baumann und einigen vom Team bis fünf Uhr aus. Letzte Tankstelle war das Schoppenstüberl in der Fraunhofer Straße mit seinem Reeperbahn-Charme, wo Musikus Baumann noch in die Tasten der Hammond-Orgel griff.

 

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