Filmabend La mala educación – Schlechte Erziehung

Ist es nun filmische Realität oder Film im Film? Das können Kinofreunde am Freitag im Kulturladen Westend bei "La mala educación – Schlechte Erziehung" herausfinden

 

Westend - Der 27-jährige Enrique Goded ist 1980 nach drei erfolgreichen Filmproduktionen ein angesehener Regisseur. Er lebt in Madrid und sucht nach einem Stoff für einen neuen Film, als ein Mann klingelt, der sich als sein Jugendfreund Ignacio ausgibt. Dieser „Ignacio" ist Schauspieler und auf der Suche nach Arbeit. Er will Ángel genannt werden und hat Enrique zudem eine Erzählung mitgebracht.

Enrique erkennt in ihm allerdings seinen Schulfreund, den er seit sechzehn Jahren nicht gesehen hat, nicht wieder, und schickt ihn weg, verspricht aber, die Erzählung zu lesen. Die Erzählung, betitelt als Der Besuch, handelt von der Kindheit Enriques und Ignacios in einem streng katholischen Internat. Der Priester Padre Manolo liebt Ignacio, der der Solist des Schulchors ist. Ignacio jedoch ist in Enrique verliebt.

Als Padre Manolo die Beziehung der beiden Jungen entdeckt, gibt sich Ignacio dem Priester hin, damit Enrique nicht von der Schule verwiesen wird. Er wird es dennoch. Enrique ist fasziniert von der Erzählung und beginnt sogleich, sie in ein Drehbuch umzuschreiben.

Der Film bezieht ein Großteil seiner Wirkung aus seinem verschachtelten Aufbau: Drei Zeitebenen – Kindheitsvergangenheit der Protagonisten in der Klosterschule (etwa 1964), etwa 13 Jahre später die Erpressung von Padre Manolo durch Ignacio und drei Jahre später die Filmgegenwart von Enriques Stoffsuche – werden miteinander verschränkt, Ebenen, von denen nie völlig klar ist, inwieweit sie filmische Realität oder „Film im Film" sind.

Wann: Freitag 20. Dezember,  20 Uhr

Wo: KulturLaden Westend, Ligsalzstraße 44, Rückgebäude

Eintritt: 3,-/2,- Euro

 

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