FIFA-Skandal Blatter, Valcke, Kattner: 71 Mio. Euro eingesackt

Die FIFA hat die Unterlagen bereits an die Schweizer Bundesanwaltschaft und die US-Justizbehörde weitergeleitet und eine volle Kooperation angekündigt. Foto: dpa

Die Selbstbereicherungsvorwürfe gegen Blatter, Valcke und Kattner sprechen für sich: Der Skandal um den Fußball-Weltverband FIFA weitet sich immer mehr aus - und scheint keine Grenzen zu kennen.

 

Zürich - Der FIFA-Skandal hat eine neue Dimension erreicht: Nach Angaben der Anwälte des Fußball-Weltverbandes sollen sich Ex-Präsident Joseph S. Blatter (Schweiz), der entlassene Generalsekretär Jerome Valcke (Frankreich) und der kürzlich ebenfalls gefeuerte Finanzchef Markus Kattner (Bayreuth) in der Vergangenheit massiv selbst bereichert haben.

Die Juristen der Kanzlei Quinn Emanuel nannten auf Grundlage ihrer internen Untersuchungen für den Zeitraum 2010 bis 2015 eine Gesamtsumme von umgerechnet über 71 Millionen Euro (79 Millionen Schweizer Franken).

Die Methoden des Trios waren demnach massive Gehaltserhöhungen im Jahres-Rhythmus, Bonifikationen für WM-Turniere und andere Prämien oder Gratifikationen.

Die FIFA hat die im Korruptionsskandal bereits seit dem Vorjahr ermittelnden Justizbehörden der USA und auch der Schweiz über die neuesten Erkenntnisse informiert, zumal bestimmte Vertragsinhalte den Anschein erwecken, gegen Schweizer Recht zu verstoßen.

 

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