FIFA Ballon d'Or 2013 UEFA-Boss Platini kritisiert Weltfußballer-Wahl: "sehr enttäuscht"

UEFA-Boss Michel Platini hätte seinem Landsmann Franck Ribéry den Titel gegönnt. Foto: firo/Augenklick

Christiano Ronaldo ist Weltfußballer. Nicht überall stößt die Entscheidung für den Portugiesen und gegen Bayern-Star Franck Ribéry auf Verständnis. UEFA-Boss Platini äußert Kritik am Modus der Abstimmung.

 

Zürich – UEFA-Boss Michel Platini hat die Abstimmung zum Weltfußballer des Jahres kritisiert und zumindest indirekt unterstellt, der Preis habe an Bedeutung verloren. "50 Jahre lang wurde der Ballon d'Or für die Erfolge auf dem Platz vergeben", sagte der Franzose an der Spitze der Europäischen Fußball-Union zu L'Équipe 21: "Jetzt geht es eher um das generelle Können der Spieler – und das ist ein Problem."

Am Montag in Zürich hatte der Weltverband FIFA, der den Goldenen Ball 2010 mit der Weltfußballerwahl zusammenführte, Superstar Cristiano Ronaldo von Real Madrid ausgezeichnet. Franck Ribéry, der mit dem deutschen Rekordmeister Bayern München fünf Titel gewonnen hatte, wurde nur Dritter der Abstimmung hinter dem viermaligen Titelträger Lionel Messi.

"Ich bin wegen Franck Ribéry sehr enttäuscht", sagte Platini: "Im nächsten Jahr kommen wir wieder her, und es wird Ronaldo, dann Messi. In zwei Jahren wieder Ronaldo, Messi und dann auch noch im dritten Jahr? Auch wenn Ronaldo ein großartiger Weltfußballer ist. Es hat sich ein bisschen was geändert, seitdem die FIFA den Ballon d'Or vergibt."

Jahrzehntelang war der Ballon d'Or von Journalisten vergeben worden, seit dem Zusammenschluss mit der offiziellen FIFA-Wahl stimmen auch die Nationaltrainer und Kapitäne der 209 FIFA-Mitgliedsverbände ab.

 

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