Feuerwerk und Party 2015 Silvester in München: Bilanz von Feuerwehr und Polizei

Tolle Fotos: So sah der Feuerwerk-Regen über München vom Olympiaturm betrachtet aus. Foto: dpa

Schlägereien, Betrunkene, Randalierer: Polizei und Feuerwehr berichtet von der Silvesternacht in München. Am Friedensengel gab es einen Verletzten.

 

München - Viel zu tun in der Silvesternacht für die Münchner Polizei! Im Zeitraum vom 31.12.2014, 20:00 Uhr, bis 01.01.2015, 05:00 Uhr, fuhren die Beamten zu über 240 silvestertypischen Einsätzen.

Es handelte sich hauptsächlich um Schlägereien, Streitereien und Randalierer (108), Hilfeleistungen für betrunkene und/oder verletzte Personen (34), Einsätze im Zusammenhang mit pyrotechnischen Gegenständen (76) und Brände (14).

Am Friedensengel, dem Europaplatz und den angrenzenden Parkanlagen feierten ca. 4.500 Personen mit viel Alkohol und Pyrotechnik. Eine Person wurde durch herabfallende Pyrotechnik am Kopf verletzt (Kopfplatzwunde) und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Sonst gab es keine größeren Störungen. Der Verkehr war in diesem Bereich von 22.50 bis 02.45 Uhr gesperrt.

Lesen Sie hier die Bilanz der Feuerwehr:

Der Jahreswechsel sorgte heuer wieder für ein erhebliches Alarmaufkommen bei der Feuerwehr und dem Rettungsdienst.

Bis in die frühen Morgenstunden mussten die Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr zu 155 Einsätzen (Vorjahr: 143) ausrücken. In den meisten Fällen hatten Feuerwerkskörper Müll- und Wertstoffcontainer in Brand gesetzt. Mehrere Balkone wurden durch fehlgeleitete Silvesterraketen in Brand gesetzt.

In der Wastl-Witt Straße (21.21 Uhr) konnte das Übergreifen der Flammen vom Balkon in die Wohnung im letzten Moment verhindert werden. Die Einsatzkräfte bekämpften das Feuer mit zwei C-Rohren im Außen- und Innenangriff. Der Schaden beläuft sich hier auf circa 5.000€.

Ursächlich für ausgedehnte Zimmerbrände in der Sauerbruchstraße und in der Pettenkoferstraße waren ebenfalls Silvesterraketen.

In der Sauerbruchstraße (00.16 Uhr) drang eine Rakete in die mit Glas überbaute Loggia im zweiten Obergeschoss ein. Von dort aus breitete sich das Feuer in die Wohnung aus. Die Einsatzkräfte setzten zur Brandbekämpfung ein C-Rohr im Innenangriff, sowie ein zweites über die Drehleiter ein. Durch das Feuer brannten zwei Zimmer der Wohnung komplett aus.

Der Schaden wird auf mindestens 80.000€ geschätzt.

In der Pettenkoferstraße (00.21 Uhr) lag der Raketenkopf noch in mitten des komplett ausgebrannten Wohn- und Lesezimmers der Wohnung im zweiten Obergeschoss. Die Rakete durchschlug ein Fenster und explodierte im inneren der Wohnung.

Über eine Schiebleiter und dem Treppenhaus wurde jeweils ein C-Rohr zur Brandbekämpfung vorgenommen.

Der Sachschaden wird hier mit 50.000€ beziffert.

Ein Schaden von mindestens 10.000€ entstand bei einem Wohnzimmerbrand in der Zuger Straße (00.53 Uhr). Dort konnten die Bewohner gerade noch rechtzeitig aus der Wohnung flüchten. Das Feuer konnte schnell mit einem C-Rohr abgelöscht werden. Der Rauch breitete sich jedoch im gesamten Treppenhaus und in nahezu allen Wohnungen aus. Durch langwierige Belüftungsmaßnahmen konnte der Rauch aus dem Gebäude entfernt werden.

Bei den aufgeführten Bränden wurden keine Personen verletzt.

Durch den Brand von mehreren 200 Liter Mülltonnen in der Senftlstraße (01.37 Uhr) zog sich ein circa 50-jähriger Mann schwere Brandverletzungen zu.

Im Durchgangsbereich des Mehrfamilienhauses standen fünf Mülltonnen in Vollbrand. Einige Bewohner, darunter auch der Verletzte, versuchten den Brand mit Schnee zu bekämpfen. Um mehr Schnee in das Feuer werfen zu können, ging der Mann sehr nahe an das Feuer. Dabei zog er sich Verbrennungen an Händen, Armen und im Gesicht sowie eine Rauchgasvergiftung zu. Nach einer Erstversorgung vor Ort, wurde er in eine Klinik transportiert.

Der Sachschaden des Brandes wird auf 10.000€ geschätzt.

Auch die Zahl der Rettungsdiensteinsätze blieb auf einem konstant hohen Niveau von 979 Einsätzen (Vorjahr: 968).

Die Integrierte Leitstelle der Feuerwehr München bearbeitete in den vergangen 24 Stunden über 1840 Einsätze (Vorjahr: 1812).

Video - So war das Feuerwerk am Friedensengel:

 

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