Feuerwehr zieht Weihnachtsbilanz Kopf im Klositz: Überraschender Besuch am zweiten Feiertag

Die Feuerwehrleute halfen dem kleinen Mädchen mit einem Sägeblatt aus seiner misslichen Situation. Foto: Feuerwehr München

Die Münchner Feuerwehr blickt auf ein Weihnachtsfest 2017 mit niedrigen Alarmzahlen zurück. Den außergewöhnlichsten Einsatz hatten Kräfte der Feuerwache 2 in der Aidenbachstraße. 

 

München – Gute Nachrichten von der Feuerwehr München. Über Weihnachten (von Heilig Abend mittags bis zum Dienstagabend) habe es keine "größeren Einsatzlagen" gegeben, heißt es in einer Mitteilung der Branddirektion.

Den skurrilsten Einsatz hatten Feuerwehrleute der Feuerwache 2 in der Aidenbachstraße. Sie bekamen am Dienstagnachmittag, gegen 16:45 Uhr, Besuch von einer Mutter, deren zweijährige Tochter sich in eine missliche Lage gebracht hatte. Das Mädchen hatte sich nämlich laut Feuerwehr "in einem unbeobachteten Moment einen Kinder-WC-Sitz über den Kopf geschoben." Als die Mutter und eine Freundin mit Cremes und anderen Utensilien vergeblich alle ihre Möglichkeiten ausgeschöpft hatten, das Kind zu befreien, hofften sie auf letzte Rettung bei der Feuerwehr. 

Und die bekam sie auch. Mit einem Sägeblatt schnitten die Einsatzkräfte den Klositz auseinander. Natürlich nicht ohne das Köpfchen der Kleinen mit Tüchern und einem dicken Arbeitshandschuh zu schützen. Nach kurzer Zeit war die Notsituation behoben, und die drei Münchnerinnen konnten wieder nach Hause gehen. 

Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr über die Feiertage 111 Einsätze. Dazu gehörten sechs kleinere Brände. In der Ingolstädter Straße brannte es etwas schlimmer. Dort verursachte ein vergessenes Adventsgesteck einen Schaden von rund 30.000 Euro. Durch die Integrierte Leitstelle München wurden in dem Zeitraum knapp 1.250 Rettungs- und Notarzteinsätze disponiert – für die Feuerwehr ein verhältnismäßig ruhiges Weihnachtsfest.

 

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