Feuerwehr-Bilanz für München Unwetter lässt Straßen dampfen: Das steckt dahinter

Die kleinen Bildausschnitte zeigen den Wasserdampf, der aus den Gullideckeln kam. Foto: Felix Hörhager/dpa/Twitter_Feuerwehr München/AZ

Am Dienstagabend wütete ein Unwetter in Bayern, auch München hat es dabei erwischt. Im Stadtgebiet war die Feuerwehr im Dauereinsatz: die Bilanz.

München - Regenmassen und Gewitter in München: Ab Dienstagnachmittag sorgte ein schweres Unwetter über der bayerischen Landeshauptstadt für Aufregung. Für mehrere Stunden war die Feuerwehr im Dauereinsatz. Wie ein Sprecher der AZ auf Nachfrage mitteilte, gab es zwischen 16 Uhr und 20.30 Uhr insgesamt 125 unwetterbedingte Einsätze.

Unwetter: 500 Feuerwehrleute im Einsatz

Meist ging es dabei um vollgelaufene Keller oder heruntergefallene Äste, die auf der Straße landeten. Doch am Dienstag gab es auch einige eher ungewöhnliche Einsätze, zu denen die insgesamt 500 Einsatzkräfte der Münchner Berufsfeuerwehr und Freiwilligen Feuerwehr gerufen wurden.

So wurde in der Innenstadt ein Gehweg unterspült, die Feuerwehr sperrte den betroffenen Bereich ab. Im Münchner Osten, bei Riem, wurden mehrere Unterführungen unterspült – auch hier mussten die Einsatzkräfte das Areal absperren.

Mariahilfplatz: Wasserdampf aus Gullideckeln

Im Bereich rund um den Mariahilfplatz trat gegen 19 Uhr plötzlich Rauch aus insgesamt 13 Kanaldeckeln. Dieser Rauch stellte sich schnell als Wasserdampf heraus – die Feuerwehr veröffentlichte ein Twitter-Video und warnte davor, sich nicht zu nähern, da Verbrühungsgefahr bestand.

Der Grund für den Dampfaustritt: Im betroffenen Gebiet verlaufen Heißwasserleitungen, wegen der Regenmassen verdunstete das Wasser auf den Rohrleitungen, in der Folge kam es zur Wasserdampfbildung. Die Feuerwehr rief die Stadtwerke München (SWM), die dann mit Heißwasserpumpen im Einsatz waren. Wie der Feuerwehr-Sprecher am Mittwochmorgen mitteilte, wurde niemand verletzt.

Auch am Tag nach dem Unwetter sind die Feuerwehrleute seit den frühen Morgenstunden im Einsatz, allerdings hauptsächlich wegen Aufräumarbeiten.


 

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