Feuer in Wilhelmstraße Silvester-Nacht: Heftiger Brand in Schwabing!

Feuer in der Silvesternacht in München: In der Wilhelmstraße war ein Dachstuhl in Brand geraten. Die Bilder von der Feuerwehr. Foto: Feuerwehr München

Bis in den Neujahrs-Vormittag kämpft die Feuerwehr mit einem heftigen Brand in der Wilhelmstraße. In der Silvesternacht hatte der Dachstuhl Feuer gefangen. Die Bilder vom Einsatz.

 

München - Schock für die Bewohner eines Wohnhauses in der Wilhelmstraße: Kurz nach Mitternacht rückte die Feuerwehr zu einem heftigen Dachstuhlbrand aus

Mehrere Anrufer meldeten Flammen auf dem Dach des dreistöckigen Wohnhauses. Bei der Ankunft der ersten Einsatzkräfte brannte das Dach im Traufenbereich auf der Gebäuderückseite. Das Feuer breitete sich schnell unter der Blechbedachung auf die gesamte Dachlänge von 25 Meter aus.

Zur Brandbekämpfung wurden zwei C-Rohre im Innenangriff eingesetzt. Parallel dazu ein weiteres C-Rohr von außen über das Nachbarhaus sowie ein C-Rohr über die Drehleiter.

Um an den brennenden Dachstuhl und die darüber liegende Verschalung zu gelangen, musste in dem gerade fertig renovierten Wohnhaus die komplette Rigipsverkleidung und Dämmung entfernt werden. Von außen wurde durch die Höhenretter das Blechdach gewaltsam geöffnet und entfernt. Immer wieder fachte der Wind Glutnester an und ließ die Flammen wieder auflodern.

Des weiteren gestalteten sich die Löschmaßnahmen durch die aufgeschütteten Schneemaßen und fehlende Anleitermöglichkeit im direkten Brandbereich als sehr schwierig.

Erstmalig wurde eine im Probebetrieb befindliche Drehleiter mit „Knickeinrichtung“ zum Einsatz gebracht. Diese wurde explizit nachgefordert, da es somit möglich war über den Dachfirst hinweg auf die Dachrückseite zu gelangen.

In dem gerade komplett renovierten Wohnhaus war das Dachgeschoss sowie das dritte Obergeschoss noch nicht bewohnt. Die Bewohner der unteren Stockwerke waren zum größten Teil nicht Zuhause. Im Großraumrettungswagen wurden während der langwierigen Löschmaßnahmen acht Personen betreut.

Die Löschmaßen und Nachlöscharbeiten dauern noch bis in den frühen Vormittag an.

Die Gebäudestatik wird zur Zeit durch einen Statiker der LBK beurteilt. Allein bei diesem Großbrand waren circa 100 Einsatzkräfte im Einsatz. Es wurden während der Arbeiten weit über 50 Pressluftatmer verbraucht. Der Sachschaden wird auf mindestens 200.000€ geschätzt.

Die Brandfahndung hat die Ursachenermittlung aufgenommen.

 

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