Festspiele Salzburger Festspiele 2013 mit großen Namen und frischem Wind

Intendant Alexander Pereira posiert vor der Jahrespressekonferenz der Salzburger Festpiele 2013 fuer die Medien. Die Salzburger Festspiele finden vom 19. Juli bis zum 1. September 2013 statt. Foto: dapd

Als Fixpunkt der Kulturlandschaft wollen sich die Salzburger Festspiele jedes Jahr ein wenig neu zu erfinden – ohne traditionelle Werke zu kurz kommen zu lassen.

 

Große Namen, viel Tradition, aber auch frischen Wind verspricht das Programm der Salzburger Festspiele im kommenden Jahr. Neben Mozart stehen Wagner und Verdi im Mittelpunkt. Stars wie Anna Netrebko, Placido Domingo, Zubin Mehta und Riccardo Muti werden an der Salzach auftreten.

Das Programm stellte der Intendant der Salzburger Festspiele Alexander Pereira gemeinsam mit dem Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf am Mittwoch vor. Nach einem umstrittenen ersten Sommer in der Mozartstadt will der von der Oper in Zürich kommende Kulturmanager Pereira auch einige Neuerungen bringen.

Frischer Wind weht am Domplatz für den „Jedermann“. Ein Mozart-Stück wird eigens für das Fernsehen produziert. Viel Platz wird den Komponisten Giuseppe Verdi und Richard Wagner beim sechswöchigen Festival eingeräumt: Zum 200. Geburtstag der beiden Komponisten gibt es insgesamt sechs Opern.

Regisseur Damiano Michieletto und Dirigent Zubin Mehta verantworten einen neuen „Falstaff“ des italienischen Komponisten Verdi. Außerdem wird „Don Carlo“ von Peter Stein und Antonio Pappano auf die Bühne gebracht. Anna Netrebko wird an der Seite von Placido Domingo in „Giovanna d'Arco“ zu hören sein.

Riccardo Muti wird das Stück ebenso wie „Nabucco“ dirigieren. Im „Wagner-Jahr“ werden die Festspiele auch „Die Meistersinger von Nürnberg“ mit Daniele Gatti und Stefan Herheim zeigen. „Es ist die für Salzburg logischste Wagner-Oper, sie steht in Mozart'schem Ensemblegeist“, sagte Pereira. Dem großen Werk stellt Pereira Wagners „Rienzi“ mit Philippe Jordan als Dirigent gegenüber.

Am Beginn des Veranstaltungsreigen steht erneut die Ouverture Spirituelle. Wie 2012 wird Haydns „Die Schöpfung“ die Festspiele unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt eröffnen. Eine von Pereira angekündigte Uraufführung von György Kurtag fällt aus, da der 86-jährige ungarische Komponist sein Werk nicht rechtzeitig beenden konnte. Die Oper soll aber 2014 im Programm sein.

Auf der „Jedermann“-Bühne am Salzburger Domplatz wird der Wiener Cornelius Obonya erstmals die Hauptrolle übernehmen. Die Münchnerin Brigitte Hobmeier gibt die „Buhlschaft“ in Hugo von Hofmannsthals Klassiker. Für die Regie wurden der Brite Julian Crouch und der Amerikaner Brian Mertes verpflichtet. „Ich erwarte von Crouch und Mertes einen sehr farbigen, im guten Sinn spielerischen und zugleich ernsthaften "Jedermann"“, sagte Pereira.

Ein Wiedersehen mit dem „Jedermann“ der vergangenen Jahre, Nicholas Ofczarek, gibt es bei der Mozart-Oper „Entführung aus dem Serail“. Dort mimt er den Bassa Selim. Das Werk wird an zwei verschiedenen Schauplätzen für das Publikum und das Fernsehen produziert. Laut Pereira soll es wie ein Puzzlespiel für die Bildschirme zusammengebaut werden.

Im Zentrum des Theater-Programms steht „Ein Sommernachtstraum“ von William Shakespeare. Für die Inszenierung wird Henry Mason zuständig sein, das Mozarteum Orchester begleitet musikalisch. Eine Koproduktion mit dem Wiener Burgtheater bringt Johann Nestroys „Lumpazivagabundus“ nach Salzburg. Regie wird Burg-Chef Matthias Hartmann führen.

 

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