Festnahme in Berlin War festgenommener Syrer (27) IS-Mitglied?

, aktualisiert am 03.11.2016 - 10:34 Uhr
In diesem Haus in Schöneberg nahmen Polizeibeamte den 27-jährigen Syrer fest. Foto: dpa

Beamte des Berliner Landeskriminalamtes haben am Mittwochabend einen Syrer festgenommen, die Bundesanwaltschaft ermittelt. Nach Medienberichten wird in Sicherheitskreisen von einem zweiten "Fall al-Bakr" gesprochen.

 

Berlin - Beamte des Berliner Landeskriminalamtes haben am Mittwochabend einen Mann festgenommen, der im Verdacht steht, Mitglied einer ausländischen terroristischen Vereinigung zu sein. Bei dem Mann handelt es sich nach dessen Darstellung um einen 27-jährigen Syrer, teilte die Polizei über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Er sei in einer Wohnung in Berlin-Schöneberg festgenommen worden und halte sich seit 2015 in Deutschland auf.

Anschlag auf Flughafen geplant?

Die weiteren Ermittlungen führt die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, die sich voraussichtlich am Donnerstag dazu äußern wird. Nach Informationen von «Focus Online» gelte der Festgenommene als hochgefährlich. Es werde in Berliner Sicherheitskreisen von einem "zweiten Dschaber al-Bakr", der möglicherweise einen Anschlag auf einen Berliner Flughafen geplant hatte, gesprochen. Der Hinweis, der zur Festnahme des Syrers in Berlin geführt habe, sei von einem ausländischen Nachrichtendienst gekommen.

Nach Informationen der "Welt" (online) solle es sich bei dem Festgenommenen um den in Tunesien geborenen Ashraf Al-T. handeln. Der 27-Jährige sei zusammen mit einem mutmaßlichen Komplizen deutscher Herkunft und gleichen Alters über einen längeren Zeitraum observiert worden. Wie konkret mögliche Anschlagspläne des Verdächtigen waren, sei noch unklar, sagte ein Ermittler der "Welt". Dies solle durch Auswertung der Kommunikations-Geräte des 27-Jährigen geklärt werden.

Syrer soll Mitglied des IS gewesen sein

Am Vormittag sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, der Syrer werde verdächtigt, Mitglied der Terrormiliz Isalmischer Staat (IS) zu sein. Er wird heute von Berlin nach Karlsruhe gebracht, dort soll die Bundesanwaltschaft über einen Haftbefehl beraten.

 

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