Feste Schausteller verzeichnen 2011 leichtes Besucher-Minus

Die deutschen Schausteller haben wegen des unbeständigen Sommerwetters in der Volksfestsaison 2011 leichte Besucher-Rückgänge verkraften müssen.

 

Nürnberg - Deren Zahl sei gegenüber dem Vorjahr von 178 Millionen auf rund 170 Millionen gesunken, sagte der Vize-Vorsitzende des Deutschen Schaustellerbundes, Lorenz Kalb, in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Nürnberg zum Auftakt der diesjährigen Volksfestsaison. Kalb ist zugleich Vorsitzender des Süddeutschen Schaustellerverbandes.

"2011 hat schwach begonnen, wir hatten einen verregneten Juni und Juli. Zum Glück hat dann das Bilderbuchwetter im Herbst dafür gesorgt, dass die Volksfeste doch noch gut gelaufen sind", sagte der Verbandsfunktionär. "Die Branche ist einfach unheimlich vom Wetter abhängig."

Der Umsatz der Schausteller habe sich etwa auf dem Niveau von 2010 stabilisiert, sagte Kalb, ohne konkrete Angaben zu machen. Allerdings profitierten die verschiedenen Fahrgeschäfte ganz unterschiedlich davon. Vor allem Betreiber von Kinderkarussells klagten über eine immer geringere Auslastung ihre Fahrgeschäfte und sinkende Umsätze. "Es kommen immer weniger Kinder zur Welt und die wollen immer früher lieber Achter- und Geisterbahn fahren statt Kinderkarussell."

Preiserhöhungen seien in der Branche schwer durchsetzbar. So sei auf dem Frühjahrs- und Herbstvolksfest in Nürnberg zwischen 1999 und 2007 nur der Bierpreis kräftig geklettert, meinte Kalb. Eine Fahrt mit dem Autoscooter sei dagegen nur moderat gestiegen: Habe diese 1999 umgerechnet 1,53 Euro gekostet, seien es acht Jahre später lediglich 2,00 Euro gewesen. Die Fahrt mit dem Kinderkarussell sei in dem Zeitraum von 1,02 Euro auf 1,50 Euro gestiegen. Wichtig als zusätzliche Umsatzquelle sei daher der Boom bei den Weihnachtsmärkten.

 

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