FDP Westerwelles Nachfolger wird Vizekanzler

Guido Westerwelles Nachfolger als Parteichef der FDP wird auch Merkels Stellvertreter im Kanzleramt. Rösler als Nachfolger gehandelt.

 

Berlin - Der scheidende FDP-Vorsitzende und Außenminister Guido Westerwelle ist auch zur Abgabe seines Amtes als Vize-Kanzler bereit. Dies kündigte Westerwelle nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa am Montag zum Auftakt einer Präsidiumssitzung der FDP für den Fall an, dass sein Nachfolger Kabinettsmitglied ist.

Für den Parteichef-Posten ist vor allem Gesundheitsminister Philipp Rösler im Gespräch. Als weitere Konsequenz aus der Abgabe des Parteivorsitzes sagte Westerwelle, dass er auch nicht mehr als Spitzenkandidat für die FDP bei der nächsten Bundestagswahl zur Verfügung stehen werde.

Westerwelle hatte am Sonntag angekündigt, dass er bei dem FDP-Parteitag Mitte Mai in Rostock nicht mehr als Parteichef antreten will. Er will aber Außenminister bleiben. Das haben ihm Rösler und Generalsekretär Christian Lindner auch zugesichert.

Ob die Entscheidung über die Westerwelle-Nachfolge schon an diesem Montag fällt, war vor Beginn der Präsidiumssitzung offen. Am Dienstag kommen die Landesvorsitzenden der FDP mit dem Präsidium zusammen. Danach tagen nach dpa-Informationen Bundestagsfraktion und Bundesvorstand der Partei gemeinsam. Beide Gremien sind entscheidend für die künftige Neuordnung der Parteiführung und eventuell damit verbundene Veränderungen in der Zusammensetzung der FDP-Mannschaft im Kabinett.

Vor allem die jüngeren Vertreter im FDP-Vorstand dringen auf eine stärkere personelle und inhaltliche Neuaufstellung Partei nach Westerwelle. Neben Rösler wird auch FDP-Generalsekretär Christian Lindner (32) immer wieder als möglicher Kandidat für die Westerwelle-Nachfolge genannt. Eine Übergangslösung an der FDP-Spitze mit der 59-Jährigen Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger gilt dagegen als unwahrscheinlich.

 

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