FDP-Dreikönigstreffen Lindner, der Mutmacher der FDP

Unabhängigkeit ist jetzt die neue Stärke. In Stuttgart schwört Christian Lindner die FDP auf die Zukunft 2014 mit vielen Wahlen ein. Man traut ihm Großes zu.

 

Stuttgart -  Das große Ziel: In vier Jahren wieder im Bundestag vertreten sein. Parteichef Christian Lindner schwor seine Liberalen am Montag beim traditionellen Drei-Königstreffen auf einen Neustart ein.

Die große Deutschland-Politik kommt zwar die nächsten Jahre ohne die FDP aus, doch stehen 2014 neben der Europawahl im Mai auch drei Landtagswahlen (Sachsen, Thüringen und Brandenburg) und elf Kommunalwahlen an, bei denen sich die FDP beweisen will.

Christian Lindner, der Mann, der die Liberalen wieder aus dem Tal der Tränen holen soll, zieht aus der Bundestagswahl-Niederlage Positives. Ganz nach dem Motto: Totgesagte leben länger: „Wir sind so unabhängig, in der Sache und politisch, wie niemals zuvor in unserer Geschichte. Und das ist die neue Stärke der FDP: die Unabhängigkeit im Urteil und die Eigenständigkeit in der Sache.“

Rund 1400 Zuhörer applaudierten Lindner zu, der heute seinen 35. Geburtstag feiert. Im Hinblick auf die Europawahl bekräftigte er den Pro-Europa-Kurs der Liberalen. „Für seine Zukunft braucht Europa weder Skepsis noch Romantik. Europa braucht mehr Realismus und Bürgernähe.“ Er warnte vor „Bauernfängerparteien“ wie die AfD in Deutschland.

Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisierte er für ihren Umgang mit der aktuellen Zuwanderungsdebatte. Sie müsse „Klartext reden, dass Deutschland ein weltoffenes Land ist. Wer zu uns kommt, um hier zu arbeiten und Steuern zu zahlen, der ist uns willkommen.“

Applaus gab es  auch von Ex-Außenminister Hans-Dietrich Genscher. Er habe volles Vertrauen in den Parteichef – auch für die ganz großen Aufgaben. „Wer Wahlen wie die in NRW gewinnen kann, der schafft das auch auf größerer Ebene.“

 

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